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Posts Tagged ‘Wissenschaft’

Mitte Januar haben Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek die neue Nationale Bioökonomiestrategie vorgestellt. Der gemeinsame Auftritt sollte ein Zeichen setzen: Laut Pressemitteilung bündelt die Bundesregierung ihre bisherigen Aktivitäten zur Bioökonomie mit der neuen Strategie.

DECHEMA/Valentin

Implizit heißt das: Auch, wenn BMEL und BMBF federführend sein werden, sollen die übrigen Ministerien wie das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesumweltministerium nach Möglichkeit mit eingebunden werden.

Was auf der Webseite und im Video recht plakativ mit Algen und Bambusfahrrad illustriert wird, liest sich in der 48seitigen Kabinettsversion deutlich differenzierter. Dezidiert wird darauf hingewiesen, dass Bioökonomie nicht nur den Ersatz fossiler durch nachwachsende Rohstoffe bedeutet, sondern auch ganz neue Produkte und Verfahren zugänglich macht.

Wirtschaft und Nachhaltigkeit als Schlüsselbegriffe

Auffallend oft fallen die Begriffe „Wirtschaft“ und „Nachhaltigkeit“. Kernziel der Nationalen Bioökonomiestrategie sei eine „nachhaltige, kreislauforientierte und innovationsstarke Wirtschaft“. So reicht der Anspruch des neuen Papiers über eine reine Forschungsstrategie hinaus; neben Schwerpunkten für die Wissenschaft rückt auch die Umsetzung deutlich stärker in den Fokus. Sie soll in einem Dreiklang aus „Forschungsförderung“, „Rahmenbedingungen“ und „übergreifenden Instrumenten“ abgebildet werden.

Die Forschungsförderung konzentriert sich auf sechs Bausteine:

  • Biologisches Wissen als Schlüssel zur Bioökonomie
  • Konvergierende Technologien und disziplinübergreifende Zusammenarbeit
  • Grenzen und Potenziale
  • Transfer in die Anwendung
  • Bioökonomie und Gesellschaft
  • Globale Forschungskooperationen.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit & ganzheitliche Prozessbetrachtung

DECHEMA/Valentin

Eine besondere Bedeutung kommt dabei in dem Papier dem Zusammenspiel verschiedener Wissenschaften zu – vom systemischen Ansatz bei der Entwicklung biologischen Wissens, der Biowissenschaften und konvergierende Bereiche zusammenführen soll, über die Verknüpfung des biologischen Wissens mit Nanotechnologie, Informationstechnologien, Kognitions-, Material- und Ingenieurwissenschaften bis hin zur Schlüsselfunktion der Digitalisierung. Erst durch letztere wird es möglich, das Wissen intelligent zu vernetzen und die Innovationskraft integrierter Systeme zu nutzen. Dieser umfassende Ansatz führt konsequenterweise dazu, dass biobasierte Prozesse ganzheitlich betrachtet werden sollen – vom Rohstoff bis zum Recycling.

Technologieoffenheit in der Forschung

Der neuen Strategie zufolge soll die Forschungsförderung in definierte modulare Bausteine gegliedert werden, die verschiedene Aspekte der Bioökonomie abdecken. Damit soll eine hohe Flexibilität gewährleistet werden, um aktuelle Entwicklungen aufzugreifen. Einige Stichworte, die in diesem Kontext besonders hervorgehoben werden, sind ein Ausbau der Systembiologie als Schlüssel zur Bioökonomie, der Einsatz neuartiger bioinformatischer Instrumente und die Entwicklung neuartiger Produktionsorganismen durch eine methoden- und technologieoffene Forschung, die in geschlossenen Systemen moderne molekularbiologische Ansätze einbezieht. Auch die Identifikation neuer Plattformorganismen steht explizit im Fokus.

Wirtschaftliche Verwertung als Ziel

DECHEMA/Valentin

Daneben findet sich unter dem strategischen Ziel „Deutschland zum führenden Innovationsstandort der Bioökonomie ausbauen“ eine ganze Reihe an möglichen Aktivitäten zum Technologietransfer, von der beschleunigten Markteinführung biobasierter Produkte bis zur Förderung von Modellregionen. Schlüssel dafür ist die Vernetzung verschiedener Akteure und die Schaffung neuer Schnittstellen. Auch die Rolle von Demonstrations- und Reallaboren wird gewürdigt und es wird angekündigt, dass Zugang zu Pilotanlagen geschaffen werden soll, um Innovationen zu testen. 

Gesellschaft teilhaben lassen

Einen wesentlichen Punkt bilden die Einbindung der Gesellschaft und der Dialog. Das passt zu dem erklärten Ziel der Forschungsministerin, die Wissenschaftskommunikation zu stärken und zu einem festen Bestandteil jeder Projektförderung zu machen. Dabei gehe es nicht um noch mehr Hochglanzbroschüren, sondern um Teilhabe, erläuterte sie bei der Eröffnung des Wissenschaftsjahrs Bioökonomie. Ob diese Teilhabe in jedem grundlagenorientierten Forschungsprojekt wirklich umsetzbar ist und ob die aktiven Forscher das auch leisten können, mag fraglich sein. Für die Akzeptanz und letztlich den Erfolg der Bioökonomie-Strategie im Sinne ihrer Umsetzung ist es sicher unabdingbar, zu erklären, was man vorhat, warum das sinnvoll erscheint und welche Konsequenzen sich ergeben können.

Zur Webseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit Informationen zur Bioökonomiestrategie und der Kabinettsversion zum Download

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The catalysis community not only does great research and enables more than 80 % of the products we use in daily life, it’s also very communicative. If you didn’t participate in the 52th Katalytikertagung from 13-15 March 2019 in Weimar, here is what you missed:

Looking forward to the Katalytikertreffen

Here we go!

Exhibition


Science…

… celebrations…

… and fun!

Coming up next…

Where will we meet again? At EuropaCat 2019 – 14th European Congress on Catalysis, EuropaCat 2019, to be held in Aachen,Germany,
from 18 – 23 August, 2019.

  • The major European Conference in the field of catalysis
  • More than 1500 participants from industry and academia
  • Around 200 lectures and 1000 posters
  • Young Scientists meet experienced experts to discuss future challenges in catalysis
  • Attractive social programme with excursions and EuropaCat party
Learn more at http://europacat2019.eu/


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von Edward Nürenberg, Timo Rabe und Sebastian Leubner

Während der Promotion kann es oft schwierig sein, das universitäre Umfeld zu verlassen und sich Anregungen für die spätere berufliche Laufbahn anzueignen. Der Workshop „Zeolites in Contemporary Applications” der ProcessNet-Fachgruppe Zeolithe und der BASF SE am 17.-19.09.2018 in Ludwigshafen gab 20 Studenten und Promotionsstudenten der Chemie und MaterialwisGruppenbildsenschaften aus ganz Deutschland genau dazu die Möglichkeit. Gemeinsam mit sechs fachkundigen Experten auf dem Gebiet der Zeolithe und porösen Materialien in Bezug auf Katalyse diskutierten sie aktuelle Anwendungen von Zeolithen und bekamen so Einblicke in die aktuelle Forschung und Anwendung dieser vielseitigen Materialien.

Deutsche Zeolith-Tagung 2019

Mehr zu Zeolithen gibt es vom 6.-8. März 2019 bei der Deutschen Zeolith-Tagung. Reichen Sie bis zum 3. Dezember Ihren Beitrag ein!

Das wissenschaftliche Programm umfasste vier Vorträge aus dem Bereich der akademischen Forschung und zwei anwendungsorientierte Präsentationen von Wissenschaftlern der BASF SE. Eine Postersession ermöglichte das weite Feld der Zeolith-Forschung aktiv zu erkunden, eigene Forschungsergebnisse zu präsentieren sowie in regen wissenschaftlichen Austausch mit anderen Teilnehmern und Vertretern der BASF SE zu treten.

Eine Busrundfahrt über das BASF-Gelände verschaffte einen beeindruckenden Einblick in die größte zusammenhängende Chemieanlage der Welt. Die anschließende Podiumsdiskussion mit Vertretern von Universitäten und der Industrie rundete die Veranstaltung ab.

Der Workshop war sehr gut von der BASF und der Fachgruppe Zeolithe organisiert, umfasste eine breite Auswahl von relevanten wissenschaftlichen Themen und bot gute Möglichkeiten zu Interaktionen zwischen den akademischen Teilnehmern untereinander sowie mit den Vertretern der BASF. Besonders spannend am Programm war die Verbindung zwischen industriell etablierten Zeolith-basierten Systemen und futuristischen Neuentwicklungen, welche schon gegenwärtig und in Zukunft in wichtigen Bereichen wie der Medizin, Wasseraufbereitung, Katalyse, Energiespeicherung und vielen anderen von hoher Relevanz sein werden.

Der Workshop kombinierte hervorragend zwei Facetten; zum einen über aktuelle und schon dagewesene Forschung mit Experten auf diesem Gebiet zu diskutieren und sich selbst weiterzubilden und zum anderen die innere Struktur eines Großkonzernes kennenzulernen. So war dieser Workshop eine wunderbare Chance, einen Einblick in die die Welt jenseits der Universität zu bekommen.

 

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