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Posts Tagged ‘Wasser’

Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Rosenwinkel, Leibniz Universität Hannover, erhält die Willy-Hager-Medaille 2019 für seine außerordentlichen Leistungen und Verdienste bei der Erforschung und Weiterentwicklung wissenschaftlicher Grundlagen und deren Anwendung in Verfahren der kommunalen und industriellen Wasserwirtschaft. Die Verleihung erfolgte im Rahmen eines Festkolloquiums am 28. Juni in Frankfurt am Main.

Karl-Heinz Rosenwinkel war bis zu seiner Pensionierung 2018 an der Leibniz Universität Hannover tätig. Seine wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkte lagen in den Bereichen der aeroben und anaeroben biologischen Verfahren, der Biofilmverfahren u.a. zur Deammonifikation, der Trennverfahren u.a. mit Keramikmembranen, der integrierten Betrachtung industrieller Stoffströme und der mathematischen Verfahrensmodellierung. In den letzten Jahren kamen noch das Wasser- und Abwassermanagement beim Fracking sowie die Viren- und Legionellenelimination hinzu. Wesentliches Prinzip seiner Planungen für industrielle Anlagen war immer, zunächst die Produktionsprozesse zu analysieren und die Wasser- und Stoffströme zu optimieren und erst danach die Anlagen zu konzeptionieren.

Mit der Willy-Hager-Medaille, die von der DECHEMA und der Fachgruppe Wasserchemie in der Gesellschaft Deutscher Chemiker im Namen und Auftrag der Willy-Hager-Stiftung vergeben wird, werden alle drei Jahre Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich in hervorragender Weise um die wissenschaftliche Erforschung der Grundlagen und Verfahren der Wasseraufbereitung und der Abwasserreinigung verdient gemacht haben.

Karl-Heinz Rosenwinkel studierte Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Hannover und promovierte 1982 am Institut für Siedlungswasserwirtschaft. Von 1984 bis 1995 war Prof. Rosenwinkel als geschäftsführender Gesellschafter der Fa. aqua consult Ingenieur GmbH tätig, parallel war er Geschäftsführer der gemeinnützig anerkannten Entwicklungs­gesellschaft für angewandten Umweltschutz (EAU). 1995 wurde Karl-Heinz Rosenwinkel auf die C4-Professur für Siedlungswasserwirtschaft in der Fakultät für Bauingenieurwesen und Geodäsie der heutigen Leibniz Universität Hannover berufen. Von1995 bis 2017 war er Geschäftsführender Leiter des Instituts für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik ISAH und wurde 2018 pensioniert. 

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Kiel hat sich über die letzten Jahre und Jahrzehnte zu einer Hochburg der Algenforschung entwickelt. Und mittlerweile sind die ersten Unternehmen am Markt, die zeigen, dass sich mit Mikroalgen auch Geld verdienen lässt. Wir stellen die „Algenszene“ im hohen Norden vor.

Mit dem Meer kennt man sich aus in Kiel, der Landeshauptstadt an der Ostseeküste. Und so hat man das, was andernorts erst seit einigen Jahren als Zukunftstechnologie gilt, schon seit Jahrzehnten im Blick. Schlagzeilen, die Tourismusexperten Schweißperlen auf die Stirn treiben, sind für die Algenforscher Alltag: Denn in der Ostsee, genauer in der Kieler Förde, wird schon seit 2000 eine Algenfarm mit der Braunalge Laminaria saccharina betrieben. Durch die Kombination von Algen und Muscheln in einer marinen multitrophischen Aquakultur produziert die Kieler Meeresfarm nachhaltige Lebensmittel und Produkte für die Kosmetikherstellung in Bioqualität. Seit 2014 existiert zudem eine Forschungsplattform für die Offshore-Algenkultur, die in einem gemeinsamen Projekt der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), der Firma Coastal Research Management (CRM) und der Firma Sea & Sun Technology entwickelt wurde. CRM ist eine Plattform für unabhängige Experten im Küsten- und Meeresbereich. Mit über 250 Studien, Gutachten und Forschungsprojekten zählt sie zu den starken Akteuren auf diesem Gebiet.

Laminaria Saccharina (By Bjoertvedt – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37206632)
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Aus der Forschungsförderung

Dass wir in Deutschland eine hohe Wasserqualität sowohl für Trinkwasser als auch für viele Oberflächengewässer aufweisen können, steht außer Frage. Doch welchen Herausforderungen stehen wir z.B. infolge des Klimawandels und der demographischen Entwicklungen gegenüber? Welche Maßnahmen müssen getroffen werden, um die Wasserqualität auch in Zukunft sicherstellen zu können? Vor diesem Hintergrund hat das BMBF unter dem Themenschwerpunkt „Wasser und Gesundheit“ die Fördermaßnahme „Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf (RiSKWa)“ initiiert. Die insgesamt zwölf Verbundprojekte mit unterschiedlicher thematischer Ausrichtung haben eines gemeinsam: sie wollen das Risiko, das von Spurenstoffen und Krankheitserregern ausgeht, bewerten und mit Hilfe von neuen Technologien in Verbindung mit innovativen Managementansätzen eliminieren.

Doch welche dieser Stoffe bzw. deren Abbauprodukte bedürfen einer genaueren Betrachtung? Für die Identifizierung und Klassifizierung können bereits bestehende Konzepte und Datensätze, u.a. das GOW-Konzept sowie die REACH-Daten, herangezogen werden. Aufgrund der Vielfalt der Stoffe befassen sich mehrere Projekte für den Nachweis von Spurenstoffen mit der Non-Target-Analytik. Um den Eintrag in den Wasserkreislauf weitestgehend zu verhindern, werden verschiedenste Ansätze untersucht und optimiert: Ansätze den Eintrag aus Einrichtungen des Gesundheitswesens zu verringern, Technologien zur Entfernung in Kläranlagen, Verringerung des Eintrags aus diffusen Quellen…… Besonders wichtig ist, in RiSKWa Konzepte zum Schutz des Trinkwassers zu entwickeln.

Das DECHEMA-Kolloquium lädt am 07. Februar 2013 alle Interessierten zum Thema „Spurenstoffe im Wasserkreislauf – Bestimmung – Bewertung – Beseitigung“ nach Frankfurt am Main ein. Im Rahmen der Veranstaltung werden einige Projektpartner erste  Ergebnisse aus ihren Projekten vorstellen.

Die aktuellen Aktivitäten und Termine der Fördermaßnahme RiSKWa sowie detaillierte Informationen zu einzelnen Verbundprojekten können auf der RiSKWa-Homepage (www.riskwa.de) oder auf den jeweiligen Projekthomepages nachgelesen werden.

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