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Power-to-X ist ein Konzept, das scheinbar alle Wünsche erfüllt: Eine Wirtschaft, die gleichzeitig den Energiebedarf deckt, Mobilität und Wärme gewährleistet und sogar als Grundlage der Chemieproduktion dienen kann und dabei gleichzeitig klimaneutral und ressourcenschonend ist. Doch wie weit sind wir von der Umsetzung entfernt?

Power-to-X-Technologien nutzen Strom aus erneuerbaren Quellen, um aus Kohlendioxid Gas, Kraftstoffe oder Chemikalien (subsummiert als „x“) zu erzeugen. Indem solche neuen Prozesse entwickelt und umgesetzt werden, lässt sich die Abhängigkeit von fossilen Ressourcen reduzieren. Auch Dr. Simon Hafner, ThyssenKrupp Industrial Solutions, sieht das so: „Power-to-X-Technologien werden ein wichtiger Baustein sein, um den Übergang aus der fossilen Energieversorgung erfolgreich zu meistern.“ Gleichzeitig können diese Verfahren dazu beitragen, die Schwankungen in der erneuerbaren Stromerzeugung auszugleichen. Schlüssel dafür ist die Integration der Energiewirtschaft mit dem Verkehrssektor und der chemischen Industrie.

Kern von Power-to-X: Elektrolyse

„Power-to-X entwickelt sich von einem möglichen Szenario zu einer absoluten Notwendigkeit“, sagt Arnaud de Lhoneux, Regional Business Development Manager von Hydrogenics Europe. Sein Unternehmen beschäftigt sich seit 60 Jahren mit Wasserstofftechnologie. In den letzten Jahren beobachtet er einen wachsenden Anteil an Projekten im Energiebereich. Gleichzeitig werden die Elektrolyseanlagen immer größer.

Auch Christian von Olshausen von der Sunfire GmbH sieht die Entwicklung von Power-to-X positiv: „Elektrolyse ist das Bindeglied zwischen Elektrizität und Chemie. Auf lange Sicht wird PtX praktisch alles ersetzen, was heute aus Gas,Kohle, Rohöl oder Biomasse gewonnen wird.“

Chancen für Gründer

Sicher ist: Power-to-X-Technologien sind nicht mehr nur Träume im Labor. Das zeigt sich schon daran, dass mittlerweile eine ganze Reihe von jungen Unternehmen und Gründern auf ihre Verwirklichung setzen. „Wir können heute schon kompakte modulare Anlagen einsetzen, um die Kohlendioxid-Emissionen zu senken und den Weg in eine nachhaltige Zukunft für Mobilität und Chemie zu ebnen“, sagt Dr. Tim Boeltken, Managing Director des jungen Karlsruher Unternehmens Ineratec, das sich auf Reaktortechnik für Gas-to-Liquid-Prozesse spezialisiert hat. 

Auch die ESy-Labs aus Regensburg baut auf die Zukunft von Power-to-X. Das 2018 gegründete Unternehmen ist auf elektrosynthetische Verfahren zur Herstellung von organischen und anorganischen Rohstoffen spezialisiert. CEO Dr. Tobias Gärtner sieht dies als wichtigen Bestandteil zukünftiger Anwendungen: „Integrierte Lösungen verbinden die Vorteile verschiedener Forschungsbereiche: Elektrosynthese in Kombination mit Biotechnologie und chemischer Technik ist eine hervorragende Grundlage für wegweisende Innovationen.“

Mehr zu Power-to-X, aktuellen Technologien und neuen Anwendungen erfahren Sie beim DECHEMA-PRAXISforum Power-to-X am 8. und 9. Oktober 2019 in Frankfurt – melden Sie sich jetzt an!

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