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Welche Erwartungen haben Startups an das Forum Startup Chemie? Und wie lassen sich Doppelaktivitäten vermeiden? Das waren nur zwei der Fragen, die beim 3. Stakeholdertreffen des Forums Startup Chemie am 18. November zur Sprache kamen. Die Arbeitskreise sowie Startups und Vertreter der Industrie, der Wissenschaft und des Kapitalmarkts kamen ins DECHEMA-Haus und diskutierten neue Ergebnisse, bauten ihre Netzwerke aus und stießen neue Aktivitäten an, um die Startup-Szene weiter voranzutreiben.

Was erwarten Startups vom Forum? Darum ging es gleich zu Beginn – und die Antwort war eindeutig: Gründerinnen und Gründer benötigen vor allem Netzwerke und Kontakte zu Experten. Das Forum Startup Chemie wird daher zukünftig noch intensiver Startups mit Vertretern aus Industrie, Wissenschaft, Kapital und Politik vernetzen – durch Veranstaltungen, über seine Datenbanken und seine Netzwerke. Gleich an zweiter Position: Das Einbinden der Startups in F&E-Projekte. Auch hier wird das Forum seine Aktivitäten weiter ausbauen und in enger Zusammenarbeit mit der DECHEMA sowie den bestehenden Netzwerken Startups in nationale und internationale Projekte einbeziehen.

Lücken schließen statt Doppelarbeit

Eines der wichtigsten Ziele des Forums: Keine Konkurrenz zu bereits bestehenden Startup-Unterstützungsaktivitäten aufbauen, sondern dort, wo „Lücken“ existieren, entsprechende Aktivitäten initiieren. Dafür ist   – neben der oben genannten „Bedürfnisanalyse“ – eine Übersicht über bereits bestehende Angebote unbedingt notwendig, um ein Bild der Startup-Landschaft im Bereich Chemie und angerenzenden Bereichen zu erhalten. Zu diesem Zweck wurde eine Sammlung Chemie-relevanter Gründerzentren, Technologieparks, Inkubatoren & Akzeleratoren sowie Netzwerke & Cluster aufgebaut und im Rahmen des 3. Stakeholdertreffen vorgestellt. Diese ist auch auf der Homepage des Forums veröffentlicht .

Der Arbeitskreis „Wachstum“ hat außerdem eine Datenbank mit etwa 280 Chemie-relevanten Startups erstellt. Sie gibt Vertretern aus Industrie und Kapital einen Überblick über die Startup-Landschaft und ermöglicht den Startups, ihreDienstleistungen oder Produkte zu präsenteiren. Der Arbeitskreis „Chancenfeld Digitalisierung“ organisiert Veranstaltungen und Webinare, bei denen sich „digitale“ Startups direkt potentiellen Kunden aus Industrie und Mittelstand vorstellen. Damit auch in Zukunft vermehrt Startups entstehen, will der Arbeitskreis „Gründung“ die Gründungskultur an den Hochschulen unterstützen ; er stellte entsprechende Aktivitäten vor. Auch der Arbeitskreis „Wachstum“ identifizierte Möglichkeiten , dieahmenbedingungen für Gründer und Startups zu verbessern, und erarbeitete hierzu Positionspapiere („Staatliche Förderprogramme“ und „Kritische Punkte bei Verträgen “).

Impulse für Startups und Unterstützer

Höhepunkte waren die Vorträge der eingeladenen Redner: Prof. Dr. Stephan Haubold (Hochschule Fresenius) machte  in seinem Vortrag auf aktuelle wie zukünftige Herausforderungen in der Chemie-Industrie sowie die Bedeutung von Startups für die Überwindung dieser Herausforderungen aufmerksam. Dr. Antonie Steenwinkel (Angel Engine) stellte ein Deutsch-Niederländisches Projekt zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der chemischen Industrie vor. Dr. Michael Brandkamp (High-Tech Gründerfonds) berichtete über den aktuellen Stand zum European Circular Bioeconomy Fund (ECBF), einem Fond zur Überbrückung derzeitiger Finanzierungslücken in der europäischen Bioökonomie. Nils Decker (International Sustainable Chemistry Collaborative Centre; ISC3) stellte den Global Start-up Service im Innovation Hub des ISC3 und seine Unterstützungsaktivitäten für Startups vor.

Nächster Termin: 27. April 2020

Auch im Rahmen des 4. Stakeholdertreffen am 27. April 2020 werden wieder aktuelle Ergebnisse vorgestellt und neue Aktivitäten angestoßen. Wenn auch Sie  als Stakeholder im Forum Startup Chemie mitwirken wollen oder Fragen zur Unterstützung durch das Forum haben, wenden Sie sich an Dr. Sebastian Hiessl (info@forum-startup-chemie.de) oder registrieren Sie sich als Stakeholder unter: https://forum-startup-chemie.de/registrierung.html.

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Nichts geht mehr ohne Startups. Ständig kommen neue Gründer hinzu, die gute Ideen und neue Konzepte auf den Markt bringen. Auch die deutsche Chemieindustrie braucht Startups, weil die jungen Unternehmen viel flexibler als große Konzerne sind und unvoreingenommen disruptive Ideen und neue Strukturen entwickeln. Bisher war die Gründungsfreudigkeit in der Branche aber eher gering. Damit sich das ändert, gibt es seit September vergangenen Jahres das Forum Startup Chemie, das junge Unternehmen unterstützt und sich für die Verbesserung der Rahmenbedingungen einsetzt.

Bei der 2. Stakeholderversammlung am vergangenen Donnerstag trafen sich die Arbeitskreise des Forums und Vertreter aus der Industrie, kleinen und mittelständischen Unternehmen, dem Kapitalmarkt, von Startups, Verbänden und aus den Gesellschaften im DECHEMA-Haus, um erste Ergebnisse zu präsentieren, über die Arbeit des Forums zu diskutieren und zu netzwerken.

Und die Arbeitskreise des Forums Startup Chemie waren fleißig! Der Arbeitskreis „Gründung“, der sich um Startups bis zwei Jahre nach Gründung kümmert, berichtete von seinen Analysen zur Hochschul-Gründerlandschaft im Bereich Chemie und stellte unter anderem identifizierte Gründungshindernisse vor. Der Arbeitskreis „Wachstum“ hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, nachhaltiges Wachstum von Chemie-Startups zu fördern. Hierfür müssen Startups ihre Einnahmen zunehmend auch aus Aufträgen von Kunden generieren. Dazu brauchen die Startups mehrSichtbarkeit in der Branche. Als eine Maßnahme dafür präsentierte der Arbeitskreis eine Datenbank, die einen Überblick über die etwa 200 deutschen Chemie-Startups und ihre Produkte bzw. Dienstleistungen gibt. Außerdem präsentierte der Arbeitskreis ein Positionspapier zu kritischen Punkten bei Verträgen zwischen Startups und etablierten Unternehmen. Das Papier wird kontinuierlich weiterentwickelt und die aktuelle Version kann auf der Homepage des Forums abgerufen werden. An neuen Geschäftsmodellen für die gegenseitige Unterstützung von Startups und Unternehmen an der Schnittstelle von Chemie und Digitaler Wirtschaft hatte der Arbeitskreis „Chancenfeld Digitalisierung“ gearbeitet und, unter anderem, eine Session beim PRAXISforum Big Data Analytics in Process Industry der DECHEMA organisiert.

Sehr unterhaltsam und lehrreich war der Vortrag von Calin-Mihai Isman, Berater, Mediator und Geschäftsführer von Isman & Partner. Er gab Startups praktische Tipps zum Thema Verhandlung und erklärte sehr anschaulich, worauf Gründer bei der Verhandlung mit Corporates besonders achten sollten. Einen Raum zum Ausprobieren und Gründen finden Chemiestudenten und -doktoranden in der Chemical Invention Factory, die der Geschäftsführer Sebastian Müller und Prof. Dr. Matthias Drieß (Professor für Chemie TU Berlin) vorstellten. Daneben präsentierte Dr. Frank Funke die Angebote des Digital Hub Rhein-Neckar, welches digitale Innovationen durch die Zusammenarbeit von Startups, KMUs und Corporates im Bereich der Chemie und der Gesundheit fördern möchte.

© peshkova – stock.adobe.com

Um den Blick nach vorne ging es anschließend in den Sitzungen der Arbeitskreise. Hier wurden die Aufgaben für die nächsten Monate besprochen und das weitere Vorgehen geplant. Das nächste Stakeholdertreffen des Forums findet im November dieses Jahres statt. Wenn Sie auch als Stakeholder im Forum Startup Chemie mitwirken wollen oder Fragen zur Unterstützung durch das Forum haben, wenden Sie sich an Dr. Sebastian Hiessl (info@forum-startup-chemie.de).

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