Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Apparatebau’

Faserverstärkte Kunststoffe gehören zu den Tausendsassas der Werkstofftechnik. Von Flugzeugteilen über Fahrradrahmen, Helikopter-Fahrwerke bis zu Stoßfängern lassen sie sich einsetzen und überzeugen nicht nur durch ihre Haltbarkeit, sondern auch durch ihr geringes Gewicht.

Womit man über Stock und Stein brausen oder Hubschrauber landen kann, eignet sich auch für den chemischen Behälter- und Apparatebau.

Voraussetzung ist allerdings, dass die Bauteile sich kostengünstig und automatisiert herstellen lassen. Neue Flechttechniken sollen das möglich machen. Bisher wurden Bauteile aus faserverstärkten Verbundwerkstoffen vor allem in Wickeltechnik hergestellt, das heißt, die Fäden wurden um einen Zylinder gewickelt

"31twill" by Jauncourt - Own work. Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:31twill.png

„31twill“ by Jauncourt – Own work. Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:31twill.png

Geflechte erlauben, auch weniger stark oder gar nicht gekrümmte Bauteile herzustellen. Einen Nachteil haben die bisher eingesetzten Flechtstrukturen allerdings: Beim Wickeln oder beim Legen in Schichten werden alle Fasern ganz gleichmäßig ausgerichtet und liegen sehr glatt. In Faserrichtung hat man dann eine maximale Festigkeit. Beim Flechten treten so genannte „Ondulationswinkel“ auf, das heißt, die Fasern schlingen sich umeinander und liegen nicht mehr alle exakt in einer Ebene; dadurch wird die Festigkeit etwas geringer. Dieser Ondulationswinkel hängt unter anderem vom Flechtmuster ab. Wer schon einmal gestrickt hat – „zwei rechts, zwei links, zwei fallenlassen“ – weiß, wie viele verschiedene Möglichkeiten es gibt, ein Geflecht zu erzeugen. Im Allgemeinen ist ein Geflecht mit weniger Kreuzungspunkten in der Faserrichtung reißfester, während Geflechte mit vielen Kreuzungspunkten Stößen besser standhalten.

(mehr …)

Read Full Post »