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Archive for the ‘Medizintechnik’ Category

Technische und digitale Innovationen für das Gesundheitssystem

Wenn es um unsere Gesundheit geht, stehen wir gerne im Mittelpunkt. Doch in der Realität sieht es oft anders aus. Die Praxen sind überfüllt, pro Patient haben Ärzte nur wenige Minuten Zeit. Im Gesundheitssystem der Zukunft sollen Digitalisierung und technische Innovationen die Medizin personalisieren und die Behandlung so deutlich verbessern. Dr. Klaus-Michael Weltring, Referent des Perspektiv-Vortrags der diesjährigen NanoVision, erklärt, welche Veränderungen uns in den nächsten Jahren erwarten.

Dr. Klaus-Michael Weltring

DECHEMA: Sie werden den Perspektiv-Vortrag der NanoVision 2020 halten mit dem Titel „Technology Driven Vision of Future Healthcare“. Wie sieht das Gesundheitssystem der Zukunft aus?

Die Medizin wird sich in Zukunft immer stärker in Richtung Prävention und Personalisierung entwickeln, weil wir durch die Verknüpfung von genetischen und physiologischen Daten mit klinischen Symptomen die Ursachen und Verläufe von Krankheiten immer besser verstehen. Dadurch erhalten wir neue spezifische Biomarker und Therapietargets, die eine immer präzisere und frühere Diagnose und Therapie erlauben. Gleichzeitig wird es möglich sein, durch Messung spezifischer Biomarker mit Hilfe von Sensoren im oder am Körper gefährdete oder chronisch kranke Patienten kontinuierlich medizinisch zu betreuen, unabhängig davon, ob sie in einer Stadt oder auf dem Land wohnen.

„Eine entscheidende Voraussetzung für die Digitalisierung ist die Entwicklung der entsprechenden „smarten“ Geräte.“

Welche Rolle wird die Digitalisierung dabei spielen? Welche Technologien werden eingesetzt?

Digitalisierung spielt die zentrale Rolle, weil sie nicht nur hilft, z. B. durch Sensoren Daten zu generieren, sondern vor allem dazu nötig ist, die Daten eines Menschen aus verschiedenen Quellen wie Genom, Mikrobiom, Metabolismus, Medikation, Operationen, soziales und klimatisches Umfeld, etc. zu verknüpfen und mittels Künstlicher Intelligenz zwecks personalisierter Therapie zu interpretieren. Hinzu kommt, dass Prozesse im Krankenhaus digital überwacht und gesteuert werden, um die Patientenversorgung, Mitarbeiterbelastung und Kosten zu optimieren. Eine entscheidende Voraussetzung für die Digitalisierung ist allerdings die Entwicklung der entsprechenden „smarten“ Geräte durch die verstärkte Kombination verschiedener Technologien wie Nano- und Biotechnologie, Photonik und Elektronik sowie neue (Bio-)Materialien, die Daten generieren, transferieren und verarbeiten können. Dieses wird bei der Diskussion über Digitalisierung häufig übersehen.

Wie nah ist diese Zukunft? Welche Innovationen kommen bereits zum Einsatz?

Image by mcmurryjulie from Pixabay

Die Zukunft hat bereits begonnen: Das Genom eines Menschen lässt sich für weniger als 1.000 Euro sequenzieren und erlaubt so Voraussagen über mögliche Krankheitsgefahren, Smart Watches ermöglichen die Überwachung von Körperfunktionen bis hin zum EKG, Augmented Reality unterstützt Chirurgen bei komplizierten Operationen, Implantate kommen zunehmend aus dem 3D-Drucker und Roboter halten Einzug in die Pflege von chronisch kranken Patienten.

Wie werden diese Innovationen und Veränderungen das Gesundheitssystem verbessern?

Die technischen und digitalen Innovationen werden zu einem „Continuum of Integrated Care“ führen, in dem Gesundheitsdaten von der Geburt bis zum Tod eines Menschen in einem „Digitalen Zwilling“ gesammelt und verfügbar gemacht werden. Die dadurch mögliche optimale personalisierte und frühzeitige Behandlung eines Menschen erfordert eine sektorübergreifende Vernetzung von Patienten, Ärzten, Kliniken und Pflegediensten, die ihr Angebot basierend auf den Daten effizient aufeinander abstimmen können. Das wird zu späte, doppelte oder unnötige Behandlungen reduzieren und damit Kosten und Ressourcen sparen. Gleichzeitig werden aber auch Patienten motiviert, selber in höherem Maße für ihre Gesundheit Sorge zu tragen, weil sie viel stärker ihre eigenen Gesundheitsdaten analysieren und verfolgen können. Die inzwischen weit verbreiteten Fitnesstracker sind ein erstes Beispiel für diese Entwicklung. Alle Akteure des Gesundheitssystems werden ihre Rolle und ihren Beitrag neu definieren und finden müssen.

„Die neuen Technologien werden ganz sicher zum „gläsernen Patienten“ führen. Die Frage ist, wer in das Glas hineinschauen darf.“

Wo Licht ist, ist meist auch Schatten. Wie können sensible Gesundheitsdaten geschützt werden? Droht im Zuge der Digitalisierung der „gläserne Patient“?

Die neuen Technologien und die Digitalisierung werden wie oben beschrieben ganz sicher zu einem „gläsernen Patienten“ führen, der ja eine wichtige Basis für die angestrebte personalisierte Präzisionsmedizin ist. Die Frage ist, wer in das Glas hineinschauen darf und wer das entscheidet. Neben der Entwicklung technischer Sicherungssysteme ist es dringend erforderlich, Patienten, Gesundheitsakteure und die Politik auf die neuen technischen Möglichkeiten und die Geschwindigkeit, mit der sie Einzug in das Gesundheitssystem halten, durch intensive Aufklärung vorzubereiten. Mit der Beschreibung unseres „Continuum of Integrated Care“ Konzepts versuchen wir zu einer solchen Sensibilisierung beizutragen.

Welche Rolle spielt die EU auf dem Weg zur „Future Healthcare“?

Das Thema Gesundheit ist im neuen Forschungsrahmenprogramm der EU eines von sechs thematischen Clustern im Bereich globale Herausforderungen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas. Daneben hat die EU-Kommission eine Initiative gestartet, in der sich sechs Industriebranchen von Pharma über Medtech und Biotech bis zu Impfstoff- und Bildgebungsindustrien zu einem Public Private Partnership „Health Innovation“ zusammengeschlossen haben, um industriesektorübergreifend Innovationen voranzutreiben. Parallel dazu hat die Europäische Technologieplattform Nanomedicine (ETPN) im Rahmen des EU-Projekts NOBEL begonnen, in Zusammenarbeit mit europäischen Technologieplattformen und Netzwerken aus den Bereichen Photonik, Elektronik, Robotik, Neue Materialien, Textilien und Big Data eine Meta-Roadmap auszuarbeiten, in der technologieübergreifend innovative Lösungen für die Herausforderungen bei der Realisierung der personalisierten Präzisionsmedizin entwickelt werden. Das gerade überarbeitete Positionspapier der Deutschen Plattform NanoBioMedizin, das auf der NanoVision vorgestellt wird, steuert die für deutsche Forscher und Unternehmen wichtigen Themen bei.

Das Programm der NanoVision 2020 und weitere Informationen zur Veranstaltungen finden Sie hier.

Dr. Klaus-Michael Weltring hat in Münster Biologie studiert und dort auch promoviert und habilitiert. Seit 2001 ist er Geschäftsführer der Gesellschaft für Bioanalytik Münster e. V., dem lokalen Netzwerk aus Wissenschaftlern, Unternehmen, den beiden Hochschulen und regionalen Förderern. Von 2007-2019 war er Mitglied des Executive Boards der Europäischen Technologieplattform Nanomedicine und seit März 2015 ist er Sprecher der Deutschen Plattform NanoBioMedizin.

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Eine Veranstaltung wie jede andere? Das ist die NanoVision ganz sicher nicht. Dafür sorgt allein das Format. Denn das Organisationskomitee von NanoMat holt sich in jedem Jahr einen anderen Partner ins Boot, mit und bei dem die Veranstaltung organisiert wird – neue Themen, Perspektiven und Kontakte inklusive. In diesem Jahr ist die DECHEMA mit ihrer Deutschen Plattform NanoBioMedizin Co-Organisator. Wir haben mit Nathalie Matter-König, der langjährigen Organisatorin der NanoVision, über die Veranstaltung gesprochen.

DECHEMA: Was ist das Besondere am internationalen Science-Industry-Symposium „NanoVision“?

Nathalie Matter-König: Die NanoVision ist eine Veranstaltung mit Tradition, die es seit 20 Jahren gibt und die sich mit NanoMat und den Partnern immer weiterentwickelt hat bis zum heutigen Format. Hier treffen sich Teilnehmer/innen aus der Industrie und verschiedenen wissenschaftlichen Institutionen, um zu gegebenen Themen einen regen Austausch zu haben, auch mit der Idee, neue Zusammenarbeiten zu knüpfen. Bei der NanoVision gibt es einen besonderen „Esprit“. Er beruht darauf, dass immer langjährige NanoMat-Partner/innen dabei sind, sowie Personen, die zum ersten Mal kommen, alle aber ein „Zugehörigkeitsgefühl“ haben.

Warum wird ein besonderer Fokus darauf gesetzt, die Veranstaltung mit wechselnden Partnern und an immer neuen Orten stattfinden zu lassen?

Zu Beginn war es so, dass die NanoVision hauptsächlich in Karlsruhe stattgefunden hat, am Sitz des NanoMat-Clusters. Unsere Partner haben uns angeboten, die NanoVision mit zu tragen, indem wir sie bei ihnen durchführen. Zum einen gibt es dem Co-Organisations-Partner eine hohe Sichtbarkeit, zum anderen orientieren sich auch die Themen der NanoVision an der Expertise und dem aktuellen Forschungsschwerpunkt des Partners. Das heißt, dass der Partner dank der NanoVision in seinem Hause in konzentrierter Form Gäste mit den gleichen Interessen und einer komplementären Expertise hat. Meist folgt auch eine Instituts- oder Laborbesichtigung am Veranstaltungsort für interessierte Teilnehmer/innen, so dass man detaillierte Einblicke in die Forschung der ausrichtenden Organisation erhalten kann.

https://www.nanomat.de/NanoVision2020.php

Wodurch zeichnet sich die NanoVision 2020 aus?

Ein Highlight der NanoVision 2020 ist, dass die BASF SE, ein langjähriger NanoMat-Partner, dieses Jahr drei Posterpreise vergeben wird. Die wissenschaftlichen Projekte, die hier vorgestellt werden, erhalten dadurch die Chance auf eine hohe Sichtbarkeit. Die NanoVision 2020 gibt dieses Jahr Einblicke in interessante Aspekte der Wechselwirkungen an den Schnittstellen zwischen Biologie und Technologie, wie z. B. neuro-elektronische Schnittstellen, Interaktion der Biomaterialien mit Stammzellen… Die NanoVision 2020 schließen wir mit einem Perspektiv-Vortrag zu der technologiegetriebenen Vision des zukünftigen Gesundheitswesens ab – ein Thema, das uns alle im Alltag früher oder später beschäftigen wird.

Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Sense of Materials“. Was kann man sich darunter vorstellen? Was erwartet die Teilnehmer inhaltlich?

Die NanoVision 2020 – Sense of Materials gliedert sich in die drei Themen Bioelektronik, Funktionale Oberflächen und Smart Nanomedizin. Jedes dieser Themen bedarf der Entwicklung neuer Materialien und Grenzflächen. Weiterhin befinden sich die einzelnen Themen an einer Schnittstelle zwischen verschiedenen Expertisen, was für die Teilnehmer besonders attraktiv ist. Diese Themen betreffen direkt die Gesellschaft, werden in unserem Alltag erläutert und die NanoVision gibt den Teilnehmer/innen einen Blick in das „Hier und Jetzt“, aber auch in die zukünftigen Potentiale.

Warum sollte man die diesjährige NanoVision auf keinen Fall verpassen? Für wen ist die Veranstaltung interessant?

Die NanoVision sollte man nie verpassen, die Veranstaltung ist immer eine Bereicherung. Die NanoVision 2020 ist nicht nur für Start-ups, Wissenschaftler/innen und Studierende interessant, sondern auch für Bürger/innen, die sich für diese Themen interessieren. Journalisten/innen nehmen auch oft teil. Natürlich, wie es der Name sagt, ist es eine internationale Veranstaltung, das heißt, dass die Vorträge in englischer Sprache stattfinden. Dieses Jahr ist die Balance zwischen Referenten/innen aus der Industrie und den wissenschaftlichen Institutionen besonders ausgeglichen. Auch hier kann man verschiedene Blickwinkel erfahren. Die NanoVision bietet in kurzer Zeit ein breites Spektrum an Informationen und Einblicken an und das Format ist ganz bewusst so ausgewählt, dass es viele Möglichkeiten für Einzelgespräche gibt.

Das Programm der NanoVision 2020 und weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

Dr. rer. nat. Nathalie Matter-König studierte Zell- und Molekularbiologie an der Universität Louis Pasteur in Straßburg mit anschließender Promotion über die Regulation der Aktivität des Zellkern-spezifischen inositol 1,4,5-trisphosphate Rezeptors. Danach bekleidete sie seit 1996 verschiedene Positionen am Karlsruher Institut für Technologie, KIT. Sie war dort Postdoktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Toxikologie und Genetik, Programmbevollmächtigte des Helmholtz-Programms BioInterfaces und Persönliche Referentin des Bereichsleiters des KIT-Bereichs V: Physik und Mathematik. Seit 2015 ist sie Wissenschaftsmanagerin beim NanoMat-Cluster und Geschäftsführerin des KIT-Zentrums Materialien.

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Was wird die Prozesstechnik morgen beschäftigen? Wohin entwickelt sich die Biotechnologie? Und wer muss mit wem zusammenarbeiten, um diese Fragestellungen aktiv anzugehen?

Mehr als 50 Experten diskutierten beim Strategieworkshop über Zukunftsthemen

Neue Themen zu entdecken und aktiv mitzugestalten, gehört zu den wichtigsten Aufgaben der DECHEMA. Viele Ideen entstehen aus den Gremien heraus. Aber es liegt in der Natur der DECHEMA und von ProcessNet, dass die ganz wesentlichen Herausforderungen nicht eine Fachgruppe oder ein Ausschuss alleine bearbeiten kann. Von der Energiewende über die Nutzung nachwachsender Rohstoffe bis zum Umgang mit den neuen Datenströmen in der Prozessindustrie – fachübergreifende Zusammenarbeit ist mehr denn je gefragt.

„Verantwortung Zukunft“

Der gemeinsame Strategieworkshop von DECHEMA-Fachgemeinschaft Biotechnologie und ProcessNet Mitte Oktober in Wiesloch hatte genau das zum Ziel: Es ging darum, die Fragestellungen von morgen zu identifizieren und zu bearbeiten. Rund 50 Expertinnen und Experten, die die unterschiedlichsten Fachrichtungen innerhalb der Community repräsentieren, trafen sich unter dem Motto „Verantwortung Zukunft“.

Die Aufgabenstellung: Die unübersehbar großen Themen Digitalisierung, Biologisierung und Circular Economy sollten greifbar gemacht und strukturiert werden. Als viertes Thema kristallisierte sich schon zu Beginn im neuen Veranstaltungsformat BarCamp die Kommunikation heraus: Technologischer Fortschritt ist ohne gesellschaftlichen Dialog nicht (mehr) möglich – aber wie kann dieser Dialog angestoßen und geführt werden?

Themen und Aufgaben definiert

Digitalisierung und neue Lebensmittel = „Kuh 2.0“?

Das Ergebnis: Nach zweieinhalb Tagen intensiver gemeinsamer Arbeit in World Cafés und Workshops liegen nun zu den drei Fachthemen umfangreiche Kataloge mit verschiedenen Arbeitsempfehlungen vor: Von der „Kuh 2.0“ als Stichwort für biosynthetische Lebensmittel über die Definition der Circular Economy bis zur Einordnung der vielfältigen Digitalisierungsthemen nach Entwicklungsgrad wurden Fragestellungen formuliert, die handhabbar sind. Namentlich benannte „Kümmerer“ sind dafür verantwortlich, diese Themen weiter zu verfolgen – sei es in Form eines spezifischen Workshops mit Experten, sei es in Form eines Diskussionspapiers oder als Ausgangspunkt für ein mögliches Projekt. Zur Kommunikation wurden sehr konkrete Handlungsaufträge entwickelt, die in der nächsten Zeit gemeinsam mit der Geschäftsstelle umgesetzt werden sollen. Anfang des Jahres werden die Ergebnisse in den Gremien von ProcessNet und DECHEMA-Fachgemeinschaft Biotechnologie vorgestellt und die Aktivitäten mit allen Beteiligten gestartet.

Dass ein so fruchtbarer Workshop überhaupt möglich war, ist zum Einen dem großen Engagement all derer zu danken, die als Ehrenamtliche zwei Tage ihrer Zeit geopfert und sich mit großem Einsatz beteiligt haben. Zum Anderen gilt der Dank aber auch all denen, die schon vorher über ihre Fachgruppen und Beiräte zur Themensammlung beigetragen haben.

An die Arbeit!

Das Ende des Strategieworkshops bildet damit den Anfang einer ganzen Palette thematischer Aktivitäten und das klare Bekenntnis von ProcessNet und DECHEMA-Fachgemeinschaft Biotechnologie: Gemeinsam übernehmen wir Verantwortung für die Zukunft.

DECHEMA-Mitglieder finden Anfang 2020 die Informationen zu den konkreten Aktivitäten im Mitgliederbereich der Webseite und können sich dann beteiligen – wir informieren Sie per Newsletter und DECHEMA aktuell.

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Der F.A.Z.-Fachverlag verleiht in diesem Jahr zum 14. Mal den STEP Award. Junge Unternehmen mit einer klaren Wachstumsperspektive, die 2018 mehr als eine halbe Million Euro umgesetzt haben, mindestens zehn Mitarbeiter beschäftigen und seit 2016 oder längeram Markt sind, können sich ab sofort bewerben. Ausgezeichnet werden Unternehmen mit besonders innovativen Leistungen und Geschäftsmodellen in den Kategorien Artificial Intelligence, Energiewende, Health Industry, Material Science und Mobility. Ein Sonderpreis wird darüber hinaus im Bereich New Work verliehen. Unternehmen können sich bis zum 15. Juli 2019 bewerben.

Neuerungen 2019

Der STEP Award wird erstmals nicht mehr nach einzelnen Branchen vergeben, sondern in verschiedenen Kategorien. „Die Digitalisierung macht es immer schwieriger, Branchen trennscharf zu betrachten. Als zukunftsorientierter Preis trägt der STEP Award diesen veränderten Gegebenheiten Rechnung“, erklärt Armin Häberle, Mitglied der Geschäftsleitung des F.A.Z.-Fachverlags und Mitglied der Jury.

Feierliche Gala

Alle Bewerbungen werden von einer unabhängigen Expertenjury aus Wirtschaft und Wissenschaft bewertet. Die besten Unternehmen erhalten als Finalisten am 2. Dezember 2019 Gelegenheit, sich beim sogenannten Elevator Talk der Jury persönlich zu präsentieren. Noch am gleichen Abend werden die Preisträger im Rahmen einer feierlichen Gala ausgezeichnet.

Information und Anmeldung zum Wettbewerb unter step-award.de

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Otto von Guericke – Preisträger 2018: Dr.-Ing. Grzegorz Śliwiński und Dipl.-Ing. (FH) Michael Werner (Quelle: AiF)

Für die Entwicklung eines kindgerechten Therapiegeräts und einer Simulationsplattform für die Skoliosebehandlung haben Dr.-Ing. Grzegorz Śliwiński von der Technischen Universität (TU) Dresden und Dipl.-Ing. (FH) Michael Werner vom Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umform­technik (IWU) in Chemnitz den Otto von Guericke-Preis der AiF erhalten. Der Preis wird einmal im Jahr für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der IGF vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Koordiniert wurde das Projekt vom AiF-Mitglied DECHEMA; dort ist die Medizintechnik eines von sieben Fokusthemen. Wir sprachen mit dem Geschäftsführer der DECHEMA, Prof. D. Kurt Wagemann.

Welche Rolle spielt Medizintechnik in der DECHEMA?

Wagemann: Auf den ersten Blick verwundert es vielleicht, dass wir als Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie Medizintechnik als ein Fokusthema benannt haben. Es gibt aber viele thematische Schnittmengen und Synergien – drei Beispiele sollen dies veranschaulichen: Zellkulturtechniken aus der Biotechnologie können Gewebeersatz produzieren, aber ebenso auch für die Pharmaentwicklung eingesetzt werden – übrigens war dies das Thema des gleichfalls von uns nominierten Otto von Guericke-Preisträgers 2013, Tobias May! Zweites Beispiel: Werkstoffe für Implantate – stellen Sie sich vor, man würde sich mit deren Korrosionsverhalten nicht befassen. In der Sensorik basieren viele Anwendungen auf dem gleichen Messprinzip – mit einem Gassensor lassen sich Fermentationsgase ebenso wie Atemgas analysieren. Biotechnologie, Prozesstechnik und Medizintechnik können stark voneinander profitieren, das ist meine feste Überzeugung.

Planen Sie weitere Aktivitäten in diesem Bereich?

Wir haben durch die Fusion mit der Gesellschaft fms im letzten Jahr unsere Kompetenzen erweitert – wobei ich dazu sagen möchte, dass die Medizintechnik schon lange an verschiedenen Stellen der DECHEMA ihren Platz hatte, sei es in der Sensorik, verschiedenen Anknüpfungspunkten zur Zellkulturtechnik oder in der Werkstoff-Forschung des DECHEMA-Forschungsinstituts. Zukünftig möchten wir uns auf diesem Gebiet weiter verstärken. Dabei können wir die besonderen Stärken der DECHEMA ausspielen: Anwendungsorientierung, Interdisziplinarität und das Bestreben, mit Technologie das Leben der Menschen zu verbessern.

Mehr zur Medizintechnik in der DECHEMA

Weitere Informationen zum Otto von Guericke-Preis 2018

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Vorfreude

Abendvortrag

Eröffnungsveranstaltung

Preise und Ehrungen

Ausstellung

Vorträge

Berichterstattung

Und drumherum…

Und jetzt? Nicht verpassen – Call for Paper für die Jahrestreffen der ProcessNet-Fachgruppen im Frühjahr 2019!
Alle weiteren Treffpunkte für Verfahrenstechniker und Biotechnologen immer aktuell im Veranstaltungskalender – wann sehen wir uns?

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