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Archive for the ‘Bioökonomie’ Category

Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Die europäische Union hat angekündigt, 400 Millionen Euro an Krediten bereitzustellen. Unter anderem sollen mit dem Geld Projekte in der Bioökonomie in Schwung gebracht werden, auch in der Forschung. In Brüssel hofft man, damit Investitionen von knapp einer Milliarde Euro anzuschieben.

Das Ganze soll über eine Bank laufen, die kaum jemand kennt, aber in Wirklichkeit eines der größten Geldhäuser der Welt ist: die Europäische Investitionsbank. Sie wird die Kredite über den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) abwickeln. Hört sich hervorragend an – doch wie sind die bisherigen Erfahrungen mit diesem Instrument?

„Keinen Beweis für Mehrwert“

piggy-bank-3131032_1280.jpgNachfrage bei einem, der es wissen muss: der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber ist unter anderem erster stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Währung im EU-Parlament. Ein Finanzfachmann also und einer, der die Arbeit des EFSI seit Jahren beobachtet. „Ich habe keinen Zweifel daran, dass man mit dem EFSI Projekte finanzieren kann. Was die Europäische Investitionsbank und die Europäische Kommission aber bislang nicht zeigen konnten ist, ob es sich dabei tatsächlich um zusätzliche Projekte handelt, die andernfalls nicht finanziert worden wären“, schreibt uns Ferber in einer E-Mail. Anders ausgedrückt: Bisher floss das Geld oft in Dinge, die ohnehin geplant waren und bei denen die Finanzierung dann nur eine Art EFSI -Siegel bekam.

Ganz ähnlich äußert sich der Brüsseler Thinktank Bruegel, der schon ein Jahr nach dem Start des Fonds zu dem Ergebnis kam: Wirklich viel Neues haben die Millionen aus Brüssel nicht gebracht.

Neue Regeln geben Hoffnung auf Push

Dennoch – vielleicht kommen die Millionen für die Bioökonomie jetzt im richtigen Moment. Ende vergangenen Jahres hat das Europaparlament für eine Reform des EFSI gestimmt. Viele Probleme der ursprünglichen Geldverteilung sollten beseitigt werden, die Arbeit des Fonds sollte innovativer werden. „Die bekannten Umsetzungsprobleme werden durch die nun beschlossenen Neujustierungen beseitigt“, hofft der Vorsitzende der Sozialdemokraten im EU-Parlament, Udo Bullmann.

Ein Selbstläufer waren die Brüsseler Investitionen bisher jedenfalls nicht.- man wird also abwarten müssen, ob jetzt tatsächlich ein Bioökonomie-Boom in Europa angeschoben wird.

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jogging-2343558_640Die Idee klingt zunächst wie aus einem Science-Fiction-Film, ist aber komplett ernstgemeint: Der Sportartikelhersteller Puma will Einlegesohlen herstellen, in denen eigens dafür angesiedelte Bakterien ihren Fußschweiß überwachen. Sie sollen sich melden, wenn es Hinweise auf Ermüdung gibt und so Verletzungen vorbeugen.

Noch so ein verrückt anmutendes Beispiel gefällig? Puma arbeitet auch an einem Shirt, in dem Bakterien die Luftqualität messen. Sind zu viele Schadstoffe in der Luft, ändert sich zum Beispiel die Farbe des Stoffs. Als Sportler sollten Sie dann vielleicht ihr geplantes Training verschieben.

Bevor es Sie jetzt vielleicht schon beim Lesen unangenehm kribbelt, wollen wir das Ganze in Ruhe einordnen: Die Ankündigung der biosensiblen Kleidung kam wenige Tage vor der Hauptversammlung der PUMA AG. Kein Zufall, sicherlich: auch Aktionäre wollen schließlich bei Laune gehalten werden, vor allem nachdem der größte Anteilseigner angekündigt hat, sich zu verabschieden und das Unternehmen damit vor einer Neuorientierung steht.

Nur ein PR-Gag?

Technisch neu ist das Ganze aber nicht: Das MIT-Designlab experimentiert seit Jahren mit Bakterien in Sportkleidung. Unter anderem verfolgten die Amerikaner einmal den Ansatz, dass kleine Öffnungen  in Shirts aufgehen sollten, wenn der Athlet schwitzt. Auch damals sollten Bakterien diesen automatischen Kleidungsventilator steuern. Puma ist also nur einer von mehreren prominenten Partnern der Materialforscher aus Boston.

Ist das Ganze nun doch nur ein PR-Gag? Das wäre zu einfach gedacht. Der Markt für Sportbekleidung hat weltweit ein Volumen erreicht, das jede Vorstellungskraft sprengt. Einige Prognosen gehen davon aus, dass die Verbraucher hier über 200 Milliarden US-Dollar ausgeben werden – eine irre Summe. Klar, dass es sich lohnt, für ein Stück von diesem Kuchen auch einmal ungewöhnliche Experimente zu wagen. Man weiß nie, ob sich dahinter nicht doch das nächste große Ding verbirgt.

„Sechs bis sieben Jahre Entwicklungszeit“

Bleibt die Frage, wann mit den atmenden Shirts, den intelligenten Etiketten und den muskelhörigen Einlegesohlen zu rechnen ist. Puma gibt dazu selbst keine Prognose ab, also ist man auf Erfahrungswerte und Vermutungen angewiesen. „Wenn die Forschungen erst 2017 begonnen haben, werden höchstwahrscheinlich erst einige prinzipielle Laborstudien vorliegen“, sagte uns Professor Hans-Joachim Weber von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. „Was für eine Marktreife auf alle Fälle nötig ist, ist ein stabiler Prozess im Alltag. Das heißt, die Effekte müssen zuverlässig in allen Anwendungsbereichen über die gesamte Lebensdauer des Kleidungsstücks funktionieren.“ Zu bedenken sei, dass Bakterien und andere Organismen schließlich eine endliche Lebenserwartung hätten.

Vielleicht ist dies der richtige Moment für eine kleine Wette. In vier Jahren ist die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar geplant. Ein höchst umstrittenes Event mit großem Aufmerksamkeitsfaktor. Bei Temperaturen von 50 Grad Celsius wird garantiert viel geschwitzt und die Verletzungsanfälligkeit ist hoch. Wetten, dass wir genau rechtzeitig vor dem Turnier wieder von dem Experiment mit den Bakterien hören?

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Update | April 2018
Dear reader,

Through this BioLinX Update we offer those who are not aware yet, the opportunity to still participate in one of our 4 upcoming events. These events are either hosted by BioLinX, or we partner up in organizing them. Join in now! Through, among other things, these events BioLinX has already contributed to the success of well over 500 unique projects and/or companies. 

UPCOMING EVENTS

10-11 April | Finance Academy | Milan, Italy

The 3rd edition of our succesful ‘Finance Academy & Brokerage’ format. After the Netherlands and Sweden, this event now visits Milan. What to expect:

On April 10th , companies attend our free coaching session on ‘VC-pitching’. Experienced coaches from relevant industry areas  prepare presenters for their participation in the Finance Academy the following day.

April 11th, participants present their business projects and network to the audience of experts in innovation, Business Angels, Venture Capitalists, Corporate and Institutional investors and peers and are reviewed by the Expert Jury. Still a few seats left, but please note: registration for the Finance Academy closes on April 6th!!

11 April | Brokerage Event in connection with Finance Academy | Milan, Italy

Federchimica – the Italian Federation of Chemical Industries  and its relevant sectoral associations host BioLinX’s Brokerage event focusing on promising bioeconomy value chains and innovative initiatives exploiting industrial biotechnologies, bio-sourcing raw materials and/or bio-transforming products. Focus on value chains such as cosmetics, detergents and cleaning products, industrial biotech and foodingredients.

For programme and registration: http://www.biolinx-project.eu/event/circular-bioeconomy-workshop-italy

12 April | Webinar on EU’s LIFE Programme| online

BioLInX’ experts inform you on if and how your biobased and environmental-friendly technology, process or product can benefit from EU’s LIFE funding programme. In recent years, the programme has supported a variety of bio-based projects with a funding of up to 60%.

Thursday 12 April 2018, 10:30 – 11:30 hrs CET

During this webinar you will learn more about
·         the LIFE programme
·         the main criteria
·         eligible activities
·         the preparation of a 10-page concept note for the upcoming deadline on 12 June 2018. 

Registration is free of charge. You can register here: http://online.cme24.de/index.php?id=1076

25-26 April | Online Matchmaking

BioLinX Online Brokerage is an innovation exchange and a matchmaking platform serving SMEs, academia and large companies. If you are looking for new business partners, exciting inventions, new products and services or investments, BioLinX will connect you with right people from the European bio-economy community.

Why should you participate? You will save time and costs, avoid unnecessary business trips, meet  experts from all over Europe and make it quick and easy to pinpoint offers and requests.

Register for participation on biolinx.talkb2b.net/members/register

16 May | Pitching & Networking Event| Bratislava, Slovakia

Wondering what the umbrella term bioeconomy means and how it might be  relevant to you? Interested in how innovative ideas in the agrifood sector can take off, reach scale and receive EU funding? Join us at ther pitching and networking event in Bratislava on the 16th May 2018, and find out more about it with leading technology and funding experts.

During the event, you can pitch your company and expertise to bio-experts and benefit from the networking opportunity. The participant delivering the best pitch (chosen by a jury of bio experts) will receive a free EU grant scan service from BioLinX partner, PNO Consultants.

We look forward to meeting you during one of these four events!

 BioLinX?

Would you like more details on what we have to offer and to whom in particular we offer it?

Read our brochure or visit our website!

Kind regards on behalf of the BioLinX Consortium,

Dennis van der Pas (coordinator BioLinX)
d.vanderpas@rewin.nl

 

BioLinX Project provides links to commercialize your innovative idea

www.BioLinX-project.eu

     @BioLinXproject

BioLinX is a H2020 project, with the goal to support H2020 and FP7 projects in commercializing their innovative ideas and to connect them to new regional networks and markets. This project has received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovationprogramme under grant agreement No 65269.                                                                                                         

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Ihr Themengebiet erkunden konnten die rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung „Biobasierte Chemie im Fluss“ am 24. und 25. Oktober 2017 nicht nur im übertragenen Sinne. In Straubing begegneten ihnen die Fragestellungen des Vortragsprogramms fast schon auf Schritt und Tritt: Es ging um Wertschöpfungsketten vom Acker bis zum chemischen Produkt, und alle diese Schritte lassen sich in der „Region der nachwachsenden Rohstoffe“ erleben. „Das Motto der Veranstaltung trifft genau auf unsere Region zu“, sagt Andreas Löffert, Geschäftsleiter des Zweckverbands Hafen Straubing-Sand, dazu. „Wir haben Rohstoffe, wir haben Anlagen – nicht nur für die Produktion, sondern mit dem Hafen und dem Gründerzentrum auch die notwendige Infrastruktur – und wir werden zukünftig mit der geplanten Open-Access-Demoanlage ein einmaliges Angebot für Unternehmen vom Start-up bis zum Global Player.“

Die zweitägige Veranstaltung wurde von der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie mit Unterstützung der BioCampus Straubing GmbH organisiert. Expertinnen und Experten aus Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen aus ganz Deutschland und aus Österreich nutzten die Gelegenheit, sich über neue Entwicklungen bei der Nutzung von Biomasse als Rohstoff zu informieren. Die Aspekte gehen dabei weit über die biotechnologische oder chemische Umwandlung hinaus: Angefangen von der Logistik, um die dezentral und häufig saisonal anfallenden Rohstoffe zu den Produktionsanlagen zu bringen, über die Prozesse in diesen Anlagen bis hin zu Fragen, welche Produkte so zugänglich sind, wie das Interesse der Verbraucher daran geweckt wird und wie die Bioökonomie ethisch gestaltet werden kann . Auch der Anbau geeigneter Pflanzen, die idealerweise neben der Funktion als industrieller Ressource auch die Biodiversität fördern, gehört zu den Fragestellungen der Bioökonomie. „Pflanzenzüchtung ist in der Lage, die Biomassequalität erheblich zu verbessern, sowohl qualitativ als auch quantitativ“, sagte dazu Dr. Fred Eickmeyer, ESKUSA GmbH, der unter anderem Russischen Löwenzahn als Kautschuklieferanten anbaut und anschaulich darstellte, dass Lupine nicht gleich Lupine ist.

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Bild: Clariant

Neben den Fachvorträgen und den ausgestellten wissenschaftlichen Postern war die Besichtigung der sunliquid-Demonstrationsanlage von Clariant im Hafen Straubing ein echtes Highlight, wie auch Prof. Dr. Kurt Wagemann, Geschäftsführer der DECHEMA, feststellt: „Wir erleben hier, wie sich eine Region gezielt aufstellt; so etwas bekommt man bei einer wissenschaftlichen Veranstaltung selten mit. Zusätzlich hatten wir Gelegenheit, eine Demoanlage zu besichtigen und deren Leiter alle erdenklichen Fragen zu stellen – das ist einmalig!“

Die DECHEMA organisiert regelmäßig Veranstaltungen und weitere Aktivitäten rund um die Bioökonomie. Mehr dazu unter http://dechema.de/biooekonomie.html

 

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