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Archive for the ‘Themen’ Category

Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Die europäische Union hat angekündigt, 400 Millionen Euro an Krediten bereitzustellen. Unter anderem sollen mit dem Geld Projekte in der Bioökonomie in Schwung gebracht werden, auch in der Forschung. In Brüssel hofft man, damit Investitionen von knapp einer Milliarde Euro anzuschieben.

Das Ganze soll über eine Bank laufen, die kaum jemand kennt, aber in Wirklichkeit eines der größten Geldhäuser der Welt ist: die Europäische Investitionsbank. Sie wird die Kredite über den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) abwickeln. Hört sich hervorragend an – doch wie sind die bisherigen Erfahrungen mit diesem Instrument?

„Keinen Beweis für Mehrwert“

piggy-bank-3131032_1280.jpgNachfrage bei einem, der es wissen muss: der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber ist unter anderem erster stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Währung im EU-Parlament. Ein Finanzfachmann also und einer, der die Arbeit des EFSI seit Jahren beobachtet. „Ich habe keinen Zweifel daran, dass man mit dem EFSI Projekte finanzieren kann. Was die Europäische Investitionsbank und die Europäische Kommission aber bislang nicht zeigen konnten ist, ob es sich dabei tatsächlich um zusätzliche Projekte handelt, die andernfalls nicht finanziert worden wären“, schreibt uns Ferber in einer E-Mail. Anders ausgedrückt: Bisher floss das Geld oft in Dinge, die ohnehin geplant waren und bei denen die Finanzierung dann nur eine Art EFSI -Siegel bekam.

Ganz ähnlich äußert sich der Brüsseler Thinktank Bruegel, der schon ein Jahr nach dem Start des Fonds zu dem Ergebnis kam: Wirklich viel Neues haben die Millionen aus Brüssel nicht gebracht.

Neue Regeln geben Hoffnung auf Push

Dennoch – vielleicht kommen die Millionen für die Bioökonomie jetzt im richtigen Moment. Ende vergangenen Jahres hat das Europaparlament für eine Reform des EFSI gestimmt. Viele Probleme der ursprünglichen Geldverteilung sollten beseitigt werden, die Arbeit des Fonds sollte innovativer werden. „Die bekannten Umsetzungsprobleme werden durch die nun beschlossenen Neujustierungen beseitigt“, hofft der Vorsitzende der Sozialdemokraten im EU-Parlament, Udo Bullmann.

Ein Selbstläufer waren die Brüsseler Investitionen bisher jedenfalls nicht.- man wird also abwarten müssen, ob jetzt tatsächlich ein Bioökonomie-Boom in Europa angeschoben wird.

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jogging-2343558_640Die Idee klingt zunächst wie aus einem Science-Fiction-Film, ist aber komplett ernstgemeint: Der Sportartikelhersteller Puma will Einlegesohlen herstellen, in denen eigens dafür angesiedelte Bakterien ihren Fußschweiß überwachen. Sie sollen sich melden, wenn es Hinweise auf Ermüdung gibt und so Verletzungen vorbeugen.

Noch so ein verrückt anmutendes Beispiel gefällig? Puma arbeitet auch an einem Shirt, in dem Bakterien die Luftqualität messen. Sind zu viele Schadstoffe in der Luft, ändert sich zum Beispiel die Farbe des Stoffs. Als Sportler sollten Sie dann vielleicht ihr geplantes Training verschieben.

Bevor es Sie jetzt vielleicht schon beim Lesen unangenehm kribbelt, wollen wir das Ganze in Ruhe einordnen: Die Ankündigung der biosensiblen Kleidung kam wenige Tage vor der Hauptversammlung der PUMA AG. Kein Zufall, sicherlich: auch Aktionäre wollen schließlich bei Laune gehalten werden, vor allem nachdem der größte Anteilseigner angekündigt hat, sich zu verabschieden und das Unternehmen damit vor einer Neuorientierung steht.

Nur ein PR-Gag?

Technisch neu ist das Ganze aber nicht: Das MIT-Designlab experimentiert seit Jahren mit Bakterien in Sportkleidung. Unter anderem verfolgten die Amerikaner einmal den Ansatz, dass kleine Öffnungen  in Shirts aufgehen sollten, wenn der Athlet schwitzt. Auch damals sollten Bakterien diesen automatischen Kleidungsventilator steuern. Puma ist also nur einer von mehreren prominenten Partnern der Materialforscher aus Boston.

Ist das Ganze nun doch nur ein PR-Gag? Das wäre zu einfach gedacht. Der Markt für Sportbekleidung hat weltweit ein Volumen erreicht, das jede Vorstellungskraft sprengt. Einige Prognosen gehen davon aus, dass die Verbraucher hier über 200 Milliarden US-Dollar ausgeben werden – eine irre Summe. Klar, dass es sich lohnt, für ein Stück von diesem Kuchen auch einmal ungewöhnliche Experimente zu wagen. Man weiß nie, ob sich dahinter nicht doch das nächste große Ding verbirgt.

„Sechs bis sieben Jahre Entwicklungszeit“

Bleibt die Frage, wann mit den atmenden Shirts, den intelligenten Etiketten und den muskelhörigen Einlegesohlen zu rechnen ist. Puma gibt dazu selbst keine Prognose ab, also ist man auf Erfahrungswerte und Vermutungen angewiesen. „Wenn die Forschungen erst 2017 begonnen haben, werden höchstwahrscheinlich erst einige prinzipielle Laborstudien vorliegen“, sagte uns Professor Hans-Joachim Weber von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. „Was für eine Marktreife auf alle Fälle nötig ist, ist ein stabiler Prozess im Alltag. Das heißt, die Effekte müssen zuverlässig in allen Anwendungsbereichen über die gesamte Lebensdauer des Kleidungsstücks funktionieren.“ Zu bedenken sei, dass Bakterien und andere Organismen schließlich eine endliche Lebenserwartung hätten.

Vielleicht ist dies der richtige Moment für eine kleine Wette. In vier Jahren ist die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar geplant. Ein höchst umstrittenes Event mit großem Aufmerksamkeitsfaktor. Bei Temperaturen von 50 Grad Celsius wird garantiert viel geschwitzt und die Verletzungsanfälligkeit ist hoch. Wetten, dass wir genau rechtzeitig vor dem Turnier wieder von dem Experiment mit den Bakterien hören?

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Update | April 2018
Dear reader,

Through this BioLinX Update we offer those who are not aware yet, the opportunity to still participate in one of our 4 upcoming events. These events are either hosted by BioLinX, or we partner up in organizing them. Join in now! Through, among other things, these events BioLinX has already contributed to the success of well over 500 unique projects and/or companies. 

UPCOMING EVENTS

10-11 April | Finance Academy | Milan, Italy

The 3rd edition of our succesful ‘Finance Academy & Brokerage’ format. After the Netherlands and Sweden, this event now visits Milan. What to expect:

On April 10th , companies attend our free coaching session on ‘VC-pitching’. Experienced coaches from relevant industry areas  prepare presenters for their participation in the Finance Academy the following day.

April 11th, participants present their business projects and network to the audience of experts in innovation, Business Angels, Venture Capitalists, Corporate and Institutional investors and peers and are reviewed by the Expert Jury. Still a few seats left, but please note: registration for the Finance Academy closes on April 6th!!

11 April | Brokerage Event in connection with Finance Academy | Milan, Italy

Federchimica – the Italian Federation of Chemical Industries  and its relevant sectoral associations host BioLinX’s Brokerage event focusing on promising bioeconomy value chains and innovative initiatives exploiting industrial biotechnologies, bio-sourcing raw materials and/or bio-transforming products. Focus on value chains such as cosmetics, detergents and cleaning products, industrial biotech and foodingredients.

For programme and registration: http://www.biolinx-project.eu/event/circular-bioeconomy-workshop-italy

12 April | Webinar on EU’s LIFE Programme| online

BioLInX’ experts inform you on if and how your biobased and environmental-friendly technology, process or product can benefit from EU’s LIFE funding programme. In recent years, the programme has supported a variety of bio-based projects with a funding of up to 60%.

Thursday 12 April 2018, 10:30 – 11:30 hrs CET

During this webinar you will learn more about
·         the LIFE programme
·         the main criteria
·         eligible activities
·         the preparation of a 10-page concept note for the upcoming deadline on 12 June 2018. 

Registration is free of charge. You can register here: http://online.cme24.de/index.php?id=1076

25-26 April | Online Matchmaking

BioLinX Online Brokerage is an innovation exchange and a matchmaking platform serving SMEs, academia and large companies. If you are looking for new business partners, exciting inventions, new products and services or investments, BioLinX will connect you with right people from the European bio-economy community.

Why should you participate? You will save time and costs, avoid unnecessary business trips, meet  experts from all over Europe and make it quick and easy to pinpoint offers and requests.

Register for participation on biolinx.talkb2b.net/members/register

16 May | Pitching & Networking Event| Bratislava, Slovakia

Wondering what the umbrella term bioeconomy means and how it might be  relevant to you? Interested in how innovative ideas in the agrifood sector can take off, reach scale and receive EU funding? Join us at ther pitching and networking event in Bratislava on the 16th May 2018, and find out more about it with leading technology and funding experts.

During the event, you can pitch your company and expertise to bio-experts and benefit from the networking opportunity. The participant delivering the best pitch (chosen by a jury of bio experts) will receive a free EU grant scan service from BioLinX partner, PNO Consultants.

We look forward to meeting you during one of these four events!

 BioLinX?

Would you like more details on what we have to offer and to whom in particular we offer it?

Read our brochure or visit our website!

Kind regards on behalf of the BioLinX Consortium,

Dennis van der Pas (coordinator BioLinX)
d.vanderpas@rewin.nl

 

BioLinX Project provides links to commercialize your innovative idea

www.BioLinX-project.eu

     @BioLinXproject

BioLinX is a H2020 project, with the goal to support H2020 and FP7 projects in commercializing their innovative ideas and to connect them to new regional networks and markets. This project has received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovationprogramme under grant agreement No 65269.                                                                                                         

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Neue Studie stellt die Flexibilitätsoptionen in der Grundstoffindustrie vor

Slider FlexibilitätsoptionenDie Prozesse der Grundstoffindustrie sind verantwortlich für einen Großteil des industriellen Energie- und Strombedarfs in Deutschland. Welche technischen Möglichkeiten bieten sich in diesen Prozessen, um auf Flexibilitätsanforderungen des Stromsystems zu reagieren?

Das vom BMBF geförderte Kopernikus-Projekt SynErgie untersucht die Flexibilität von Industrieprozessen. Aus dem Projekt heraus wurde nun eine umfassende Studie zu den Flexibilitätsoptionen in den Prozessen der Grundstoffindustrie veröffentlicht.

Übergreifende Ergebnisse:

  • Die untersuchten Prozesse können prinzipiell für kurze Zeiträume (15 min) positive Flexibilität und eingeschränkt negative Flexibilität anbieten.
  • Für mittlere und lange Zeiträume (Stunden bis Tage) ist positive Flexibilität nur in wenigen Prozessen möglich, da dies mit einem Produktionsausfall einhergeht.
  • Priorität vor einem Anbieten von Flexibilität hat die Belieferung der Kunden mit den Produkten.
  • Flexibilität und Effizienz verhalten sich gegenläufig, d.h. eine erhöhte Flexibilität senkt die Effizienz des Prozesses.
  • Veränderungen der Betriebsweise führen in der Regel zu Veränderungen der Produktqualität.
  • Die aktuellen Regeln des Stromsystems begünstigen einen kontinuierlich (nicht-flexiblen) Betrieb der Anlagen.

In enger Zusammenarbeit haben die Forschungseinrichtungen der Branchen und die akademischen Partner eine Methodik entwickelt, um konsistent Potenziale, Perspektiven und Hemmnisse der untersuchten industriellen Prozesse bei typischen Anforderungsprofilen zu analysieren.

Die untersuchten Prozesse wurden nach ihrem elektrischen Energiebedarf und der Bedeutung in ihrer jeweiligen Branche ausgewählt:

  • Stahl: Elektrostahlherstellung (Elektrolichtbogenofen)
  • Glas: Behälterglasherstellung (Elektrische Zusatzheizung)
  • Zement: Roh- und Zementmahlung (Roh- und Zementmühlen)
  • Chemie: Chlor-Herstellung (Chlor-Alkali Elektrolyse)
  • Feuerfest: Herstellung von Schmelzkorund (Rohstoffschmelzanlage)

Für diese Prozesse werden die technischen Potenziale und die zukünftigen Perspektiven ausgewiesen und auf Deutschland hochgerechnet. Des Weiteren werden die Hemmnisse, die einer Ausnutzung der Potenziale im Wege stehen für die einzelnen Prozesse dargestellt und im Kontext der Rahmen¬bedingungen der Grundstoffindustrie eingeordnet. Durch die enge Einbindung der branchen¬spezi¬fischen Expertennetzwerke wurden die Ergebnisse innerhalb der Branchen diskutiert und validiert.

Die Studie kann auf den Internetseiten der beteiligten Partner und des SynErgie-Projektes kostenfrei heruntergeladen werden: dechema.de/Flexibilitaetsoptionen

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innoemat-logo-100Am 23. und 24. November fand das erste Statusseminar der Förderinitiative „InnoEMat – Innovative Elektrochemie mit neuen Materialien“ in Leipzig statt. Der fachliche Austausch sowie das Knüpfen neuer Kontakte zwischen allen 17 Verbundprojekten, die vom BMBF gefördert werden, standen dabei im Mittelpunkt.

Fachleute aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen der Elektrochemie nutzen dieses Statusseminar, um sich über die Inhalte aller InnoEMat-Verbundprojekte zu informieren und auch eigene Zwischenergebnisse zu präsentieren. So ermöglichte die Veranstaltung wertvolle Blicke über den fachlichen Tellerrand, um nicht zuletzt Impulse und Synergien für das eigene Projekt zu gewinnen. Jedes der 17 Verbundprojekte präsentierte sich mit einem eigenen Übersichtvortrag und einem Poster. Die Teilnehmer aus Industrie und Forschung verfolgten das fachlich breit gefächerten Vortragsprogramm sowie die begleitende Posterausstellung mit regem Interesse. „Bei den Vorbereitungen war uns eine möglichst angenehme Atmosphäre am Tagungsort wichtig, damit die Teilnehmer sich auch auf fachfremdem Terrain wohlfühlen und miteinander ins Gespräch kommen. Das ist uns sehr gut gelungen!“, resümiert Dr. Daniel Meyer von der Deutschen Gesellschaft für Oberflächentechnik (DGO).

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Die nicht öffentliche Veranstaltung war die erste von insgesamt drei Statusseminaren, die jährlich vom wissenschaftlichen Begleitprojekt „InnoEMatplus“ initiiert und organisiert werden. Es wird gemeinsam von der DGO, der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM) und der DECHEMA umgesetzt und hat die Aufgabe, die Verbünde bei der Öffentlichkeitsarbeit, der Vernetzung, dem Austausch und der Verwertung ihrer Ergebnisse zu unterstützen.

Die Förderinitiative „InnoEMat – Innovative Elektrochemie mit neuen Materialien“ selbst ist Bestandteil der Hightech-Strategie der Bundesregierung und an die deutschen Kernbranchen Automobilindustrie, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrttechnik sowie die chemische Industrie gerichtet. Mit Impulsen für neue Materialien, neue Verfahren und die Produktinnovationen von Morgen zielt das Förderprogramm auf die nachhaltige Unterstützung mittelständischer Unternehmen in Deutschland.

Elektrochemische Oberflächentechnik und Syntheseverfahren sind Forschungsschwerpunkte

 Sieben der 17 Verbundprojekte setzten sich mit der Neu- und Weiterentwicklung oberflächentechnischer Prozesse sowie neuer Anwendungsszenarien für diese auseinander. So stehen u.a. REACH-konforme Beschichtungsverfahren, die Abscheidung von Legierungsschichten aus ionischen Flüssigkeiten oder neuartige Fügeverfahren für mikroelektronische Bauteile im Fokus. Weitere fünf Verbundprojekte im Themenfeld der elektrochemischen Syntheseverfahren zielen u.a. auf die Abkürzung konventioneller, mehrstufiger Syntheseverfahren sowie auf neue Wirkmechanismen bei der Aufbereitung von industriellen  Prozessabwässern. Weitere Verbundprojekte setzen sich mit neuen Technologien für verbesserte stationäre Energiespeicher neue Sensorik für medizintechnische Anwendungen auseinander.

Spannender Impulsvortrag und kontroverse Podiumsdiskussion

Als besonderes Highlight erwartete die Teilnehmer eine anregende Podiumsdiskussion zum Thema „Elektrochemie und Energiewende: auf Kollisionskurs?“, die mit einem Impulsvortrag mit dem Titel „Innovative Elektrochemie in der Energiewende: Herausforderungen und Chancen“ von Professor Kai Sundmacher (Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme, Magdeburg) eingeleitet wurde. In seinem Vortrag griff Kai Sundmacher unter anderem verschiedene elektrochemische Prozesse auf und bewertete deren Potenzial im Kontext zu den Herausforderungen der Energiewende: „Deutschland ist das Labor der Erde und die ganze Welt blickt mit der Frage auf uns, ob wir die Energiewende schaffen“, so Sundmacher. „Zwar beträgt der Anteil Deutschlands an der weltweiten Treibhausgasemission nur ca. 2%, jedoch lassen sich in Deutschland funktionierende Konzepte auch auf China oder die USA übertragen“, so Sundmacher weiter. Die anschließende Podiumsdiskussion knüpfte an die Inhalte des Impulsvortrages an und wurde vom Auditorium rege für Diskussionsbeiträge genutzt.

Die Organisatoren ziehen positives Fazit

„Während und nach der Veranstaltung haben uns viele Teilnehmer ein äußerst positives Feedback über die Inhalte und den Ablauf des Statusseminars vermittelt. Das motiviert uns für die Vorbereitungen des 2. Statusseminars 2018 in Frankfurt“, so Dr. Daniel Meyer vom wissenschaftlichen Belgleitprojekt „InnoEMatplus“.

Weiterführende Informationen zur Förderinitiative InnoEMat, zu den Projektinhalten und den Ansprechpartnern finden Sie auf der Website www.innoemat.de.

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Ihr Themengebiet erkunden konnten die rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung „Biobasierte Chemie im Fluss“ am 24. und 25. Oktober 2017 nicht nur im übertragenen Sinne. In Straubing begegneten ihnen die Fragestellungen des Vortragsprogramms fast schon auf Schritt und Tritt: Es ging um Wertschöpfungsketten vom Acker bis zum chemischen Produkt, und alle diese Schritte lassen sich in der „Region der nachwachsenden Rohstoffe“ erleben. „Das Motto der Veranstaltung trifft genau auf unsere Region zu“, sagt Andreas Löffert, Geschäftsleiter des Zweckverbands Hafen Straubing-Sand, dazu. „Wir haben Rohstoffe, wir haben Anlagen – nicht nur für die Produktion, sondern mit dem Hafen und dem Gründerzentrum auch die notwendige Infrastruktur – und wir werden zukünftig mit der geplanten Open-Access-Demoanlage ein einmaliges Angebot für Unternehmen vom Start-up bis zum Global Player.“

Die zweitägige Veranstaltung wurde von der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie mit Unterstützung der BioCampus Straubing GmbH organisiert. Expertinnen und Experten aus Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen aus ganz Deutschland und aus Österreich nutzten die Gelegenheit, sich über neue Entwicklungen bei der Nutzung von Biomasse als Rohstoff zu informieren. Die Aspekte gehen dabei weit über die biotechnologische oder chemische Umwandlung hinaus: Angefangen von der Logistik, um die dezentral und häufig saisonal anfallenden Rohstoffe zu den Produktionsanlagen zu bringen, über die Prozesse in diesen Anlagen bis hin zu Fragen, welche Produkte so zugänglich sind, wie das Interesse der Verbraucher daran geweckt wird und wie die Bioökonomie ethisch gestaltet werden kann . Auch der Anbau geeigneter Pflanzen, die idealerweise neben der Funktion als industrieller Ressource auch die Biodiversität fördern, gehört zu den Fragestellungen der Bioökonomie. „Pflanzenzüchtung ist in der Lage, die Biomassequalität erheblich zu verbessern, sowohl qualitativ als auch quantitativ“, sagte dazu Dr. Fred Eickmeyer, ESKUSA GmbH, der unter anderem Russischen Löwenzahn als Kautschuklieferanten anbaut und anschaulich darstellte, dass Lupine nicht gleich Lupine ist.

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Bild: Clariant

Neben den Fachvorträgen und den ausgestellten wissenschaftlichen Postern war die Besichtigung der sunliquid-Demonstrationsanlage von Clariant im Hafen Straubing ein echtes Highlight, wie auch Prof. Dr. Kurt Wagemann, Geschäftsführer der DECHEMA, feststellt: „Wir erleben hier, wie sich eine Region gezielt aufstellt; so etwas bekommt man bei einer wissenschaftlichen Veranstaltung selten mit. Zusätzlich hatten wir Gelegenheit, eine Demoanlage zu besichtigen und deren Leiter alle erdenklichen Fragen zu stellen – das ist einmalig!“

Die DECHEMA organisiert regelmäßig Veranstaltungen und weitere Aktivitäten rund um die Bioökonomie. Mehr dazu unter http://dechema.de/biooekonomie.html

 

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Follow us to the year 2040…

It’s harvesting time. After delivering the wheat to the silo, the harvesting machine delivers the straw to the plant that has been temporarily placed next to the farm. After biotechnical and chemical processing, the bio-based plastic granulate is filled and ready for shipment; over the next couple of days, it will be sold via regional shops to the consumers who use it as feed for their 3D printers at home and produce their own goods as required.

Meanwhile, at the industrial site close by, the chemical plant has switched from producing ingredients for the sun-tan lotion to synthesizing anti-freeze agents. Decoupling one module and replacing the downstream processing unit has been a matter of hours. The central software has calculated the required formulations and production parameters, and the individual components have already started to fine-tune their settings in bilateral communications.

F3 Factory Container_kleinVision, forecast or mumbo jumbo? As far-fetched as the scenario may seem, the technological foundations are being laid today: Modularisation and automation are not only taking the process industry to new levels of efficiency, but they will fundamentally change the business models of the chemical and pharmaceutical industry.

The key to the future lies in the combination of automation and modularization. Experts envision different ways on how these two developments interact: Herman Bottenberg, Zeton, is convinced that “for true flexible manufacturing for multi purpose products and when applying the modular approach both hardware and automation has to become 100% modular!” Axel Haller, ABB, says: “Modular and system independent automation is possible. The market will decide if this will be the next step into the future”.

At first sight, the performance improvements that are enabled within existing processes seem more evolutionary than revolutionary. Marc Richter, Renishaw points out the quality improvements by new techniques and the speed-up development cycles of pharmaceuticals. And Marin Valek, GE, adds: “Companies use less than 10% of the information available to be better in operations. Winners will use IIoT technology and data science to get the competitive advantage of having high predictable performance.”

The technological progress opens up two different pathways: One leads from today’s batch-based production to continuous flows. This is more than a change in process – it calls for a different conceptual approach. Alessandra Vizza, Corning: “Mindset change is required to understand that continuous flow processes are no more a new system to test but the tool to be used for cost reduction; safety; environmental impact and innovation. An appropriate solution to fine-tune chemical production needs with world behaviour and epoch constraints.”

On the other hand, modular plants offer high flexibility and the opportunity for customized or even personalized products in small volumes. This entails a fundamental change in business models. Says Mario Bott, Fraunhofer IPA: “Monolith organizational approaches in process industries will struggle to manage the challenges of mass personalization.” Yet, the chances of the necessary transformation are often underestimated.  Mark Talford, BRITEST, says that “much has been done to develop practical modular continuous production technologies, but there is still a challenge to convince decision-makers to invest. As well as new business models, we need tools and guidance to help decision-makers overcome their perceived fears.” The adaptation will certainly be worth it. Dirk Kirschneck, Microinnova, summarizes the opportunities a successful transformation offers: “Industry 4.0 delivers the bridge between the production flexibility and knowledge-based process performance. Industry 4.0 will transform the chemical industry and will lead to a new efficiency level in terms of speed, quality and resources. Radical new business models will push the chemical industry to a new performance level.”

And what is your opinion? Give us your view and discuss with the expert’s quotes and many others at the PRAXISforum “Future of Chemical and Pharmaceutical Production”…

PF Future Production 2017

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