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Archive for the ‘Students’ Category

Nachlese zur DECHEMA-Frühjahrstagung der Biotechnologen

Wie haben Sie Ihre Berufswahl getroffen? Sind Sie in die Fußstapfen der Eltern getreten, hat eine Lehrerin Sie für Ihr Fach begeistert, oder hat das Berufsbildungszentrum Sie überzeugt?

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Wenn ich groß bin…

Wer weiß, welche Einflüsse für die Berufswahl prägend sind, kann Jugendliche gezielter für seine Disziplin gewinnen. Aber was zählt heute – YouTube, „Peer Group“ oder doch das Vorbild aus der Fernsehserie? Überraschenderweise Letzteres, wie der Vortrag von Volker Gehrau, Universität Münster, zum Auftakt des Programms der DECHEMA-Frühjahrstagung der Biotechnologen 2017 zeigte. „Kommunikation mal anders: Wie man Wissenschaft populär machen kann“ war das Motto am ersten Nachmittag  , der traditionell dem Blick „um die Biotechnologie herum“ gewidmet ist. Volker Gehrau stellt den Stand der Forschung zum Einfluss von Medien auf die Berufswahl vor. Das Fernsehen spielt hier nach wie vor eine große Rolle;  auch weil   sich die Zahl der Berufe, mit denen Kinder und Jugendliche „im echten Leben“ in Berührung kommen, in den letzten Jahrzehnten deutlich verringert hat – Handwerksbetriebe sind aus der Nachbarschaft in Industriegebiete abgewandert, vieles ist „unsichtbar“ geworden, und im Fernsehen sehen wir Superstars, Models und Kommissare. Abhilfe kann man mit einfachsten Methoden schon im Kindergartenalter schaffen, etwa mit Pixibüchern, die Berufe vorstellen.

Einen anderen Weg ist die Initiative „Chemie im Dialog“ gegangen. In Zusammenarbeit mit bekannten YouTubern wurden Informationen über Chemie in deren normalen Channels vorgestellt; für Erwachsene sind die Clips vielleicht nicht immer leicht nachvollziehbar, bei Jugendlichen kommen sie jedoch gut an. Bei der Berührung zwischen YouTubern und Berufsalltag stoßen die Formate zwar an ihre Grenzen, aber insgesamt ist das aufwändige Programm sehr erfolgreich, wie Stefan Hilger, Geschäftsführer der Initiative, darlegte.

Science Slams sind inzwischen in vielen Städten etabliert; in Kneipen oder Clubs in lockerer Atmosphäre stellen Wissenschaftler ihre Arbeit leicht verständlich und unterhaltsam vor. Wie das aussehen kann, zeigte Corrado Nai in seinem Slam-Vortrag über schwarze Pilze.

Die unterschiedlichen Ansätze waren Anlass für viele Diskussionen, die sich über beide Tage der Frühjahrstagung hinzogen. Einerseits ist manches sicher Geschmackssache für den seriösen Wissenschaftler, andererseits gilt der alte Marketingspruch: Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Das Thema Nachwuchsgewinnung wird die Fachgemeinschaft Biotechnologie weiter begleiten; der Tag bot viele Anregungen dafür.

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… mach‘ ich CRISPR/Cas.

Am zweiten Tag standen fachliche Inhalte im Mittelpunkt. „Verrückt nach CRISPR“ – „Wunderwaffe  CRISPR“ – „mit der Genschere gegen Krebs“ – die Medien überschlagen sich mit Meldungen zu den neuen biotechnologischen Methoden. Was ist Hype, was berechtigte Hoffnung? Um diese Fragen besser beantworten zu können, haben Experten aus Gremien und Netzwerken  der DECHEMA die Potenziale und Grenzen von CRISPR/Cas, TALEN und Co. für verschiedene Anwendungen vorgestellt. Ein Überblick zur Gen-Editierung mit sequenzspezifischen Nucleasen in Säugerzellen von Ralf Kühn, Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin, eine Einschätzung zum Genome Editing bei Pflanzen von Bernd Müller-Röber, Universität Potsdam, und der Weg zur Gewinnung robuster Chassis-Organismen für die synthetische Biologie, dargestellt von Stephan Noack, FZ Jülich, wurden ergänzt durch Anwendungsmöglichkeiten in der personalisierten Medizin auf Basis von Stammzellen, die Stefan Wild, Miltenyi Biotech, vorstellte, und durch einen Überblick über CRISPR-basierte Technologien für die weiße Biotechnologie von Ümit Pul, B.R.A.I.N. So stellte von Säugerzellen und Stammzellen über Pflanzen bis  zu Hefen und Bakterien zu jedem Thema ein ausgewiesener Fachmann den aktuellen Stand von Forschung und Anwendung dar. Dadurch wurden nicht nur Vergleiche zwischen den Anwendungsfällen möglich, das Bild wurde auch deutlich differenzierter. So ist CRISPR/Cas keineswegs das Wundertool für alle Fälle – je nach Zielsetzung können andere Verfahren deutlich geeigneter sein. Und bei aller Präzision lässt sich in der Praxis nicht jedes Ziel mit der „Genschere“ erreichen. Andererseits steht mit den verschiedenen Methoden jetzt ein Werkzeugkasten zur Verfügung, der sich in den kommenden Jahren weiter verfeinern und ausdifferenzieren wird und vieles, was derzeit noch als Zukunftsmusik scheint, machbar werden lässt.

Die DECHEMA-Frühjahrstagung der Biotechnologen hat sich in den letzten Jahren zunehmend zu einem echten „Familientreffen“ der Community entwickelt, bei dem Beiräte, engagierte Mitglieder und Interessierte zusammenkommen, um im lockeren Rahmen zu diskutieren, Kontakte zu knüpfen und aktuelle Themen aufzugreifen. Dieses Ziel hat sie 2017 vollauf erreicht. Die Vorbereitungen für 2018 laufen – Themenvorschläge sind willkommen. Den Termin 5.-6. März 2018 sollte man sich auf jeden Fall schon vormerken.

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Nachwuchswissenschaftler aus ganz Deutschland trafen sich zur NaWuReT-Summerschool in Bayreuth Dr.-Ing. Florian Heym, Chemische Verfahrenstechnik, Universität Bayreuth Die Verfügbarkeit von Ressourcen ist für die chemische Industrie von zentraler Bedeutung. Deshalb stellt sie der Rohstoffwandel vor große Herausforderungen. Die Umsetzung unterschiedlichster Rohstoffe stellt dabei hohe Anforderungen an die Reaktionstechnik. Zu dieser Thematik veranstaltete der Nachwuchs der […]

über Ressourcen und Rohstoffwandel – Was kann die Reaktionstechnik zur Sicherung unserer Zukunft leisten? — ProcessNet – Wir schaffen Zukunft!

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Summer School: Quantitative Biology: Current concepts and tools for strain development. Straubing, 18.-22.07.2016

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Im Sommer statt ins Freibad in den Seminarraum? Für die Teilnehmer der Summer School Quantitative Biology hoffentlich keine schwere Entscheidung. Bereits zum 8. Mal haben junge Wissenschaftler aus verschiedenen Institutionen ein Programm zusammengestellt, das jungen Ingenieuren, Biologen und Biotechnologen eine einmalige Chance zum fachübergreifenden und praxisnahen Lernen bieten soll. „Wer in der Biotechnologie unterwegs ist, muss interdisziplinär arbeiten – das erfährt man bei der Summer School unmittelbar“, sagt Dr. Jochen Schmid von der TU München, der die Summer School in diesem Jahr leitet. Während der Summer School lernen die Teilnehmer neben den theoretischen Grundlagen der quantitativen Biologie den praktischen Umgang mit unterschiedlichen Anwendungsprogrammen. Um Versuchsergebnisse und große Datenmengen auszuwerten oder biologische Systeme zu modellieren, brauchen Biotechnologen statistisches Grundwissen. Umgekehrt kann ein Ingenieur einen industriellen Prozess nur dann optimieren, wenn er ein Grundverständnis für biologische Prozesse mitbringt. Dabei geht es nicht um graue Theorie: Das amerikanische Unternehmen Amyris zum Beispiel entwirft neue Stämme und Stoffwechselwege am Computer und stellt sie dann automatisiert her.

Und nach der Summer School? „Das, was man hier lernt, kann man immer wieder einsetzen und in die eigene Arbeit einfließen lassen“, sagt Jochen Schmid. „Die Teilnehmer können sogar ihre eigenen Daten mitbringen und im Rahmen der Summer School bearbeiten.“

Wie nachhaltig die Summer School wirkt, das zeigt sich auch daran, dass viele Referenten nach wie vor aus den Reihen des Zukunftsforums der DECHEMA-Fachgemeinschaft Biotechnologie stammen oder zumindest ehemalige Mitglieder sind. Dieser Kreis von Nachwuchswissenschaftlern arbeitet regelmäßig fachübergreifend zusammen und hat die Summer School 2008 ins Leben gerufen. „Wir haben selbst erlebt, wie wichtig es ist, die verschiedenen Disziplinen zu vernetzen. Das möchten wir jetzt weitergeben“, sagt Jochen Schmid.

Und das Freibad? Der Veranstaltungsort Straubing bietet genügend Natur im direkten Umfeld, um auch den Sommer ein wenig zu genießen. Gemeinsame Abende im Biergarten und ein Ausflug zur Thermo Fischer Geneart GmbH in Regensburg versprechen zudem Abwechslung. „Und die vermittelten Inhalte sollten in jedem Fall nachhaltiger sein als ein Sonnenbrand“, verspricht Jochen Schmid.

Kurzentschlossene können sich noch bis 20.06.2016 anmelden – bitte hier klicken: http://dechema-dfi.de/QBio.html. Die freien Restplätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.

 

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Titel Vorbild NaturWelche Chancen bieten Naturstoffe aus Pflanzen, Pilzen oder Mikroorganismen für Pharmazie und Medizin? Wie kann man sie gewinnen oder im Labor herstellen? Unter dem Titel „Vorbild Natur – Naturstoff-Forschung in Deutschland“ beschreiben Experten, wie natürliche Substanzen aus Regenwald, Boden und Meer zu Medikamenten werden. Die App ist kostenfrei für Android und über iTunes verfügbar.

Was haben Kugelfisch, Schlafmohn und Schimmelpilze gemeinsam? Sie produzieren – wie viele andere Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen – Naturstoffe, die auf andere Organismen wirken. Das Spektrum reicht von Pheromonen, die als chemische „Sprache“ dienen, über Toxine zur Feindesabwehr bis zu Geschmacks- und Geruchsstoffen. Für die Forschung sind diese Substanzen hoch interessant – am wichtigsten als Quelle für neue Medikamente, aber auch als Nahrungsergänzungsmittel oder zur Schädlingsbekämpfung. In einer App, die ab sofort kostenfrei zum Herunterladen zur Verfügung steht, stellen Experten aus der DECHEMA-Fachgruppe „Niedermolekulare Naturstoffe mit biologischer Wirkung“ die neusten Erkenntnisse aus der Naturstoff-Forschung und die praktischen Anwendungen vor. Die Autoren aus Industrie, Universitäten und Forschungseinrichtungen berichten in 18 Kapiteln über ihre Forschungsgebiete und Naturstoffe aus Regenwald, Meer oder Bodenbakterien. Dabei fehlt ebenso wenig ein Überblick über die Geschichte der Naturstoff-Forschung bis heute wie eine Diskussion über aktuelle wissenschaftliche Methoden, die uns neue Perspektiven eröffnen: Dank neuer Analysetechniken kann die nahezu endlose Zahl chemischer Strukturen viel schneller untersucht und auf ihre biologische Wirksamkeit getestet werden. Die Biotechnologie erlaubt die Herstellung von komplizierten Molekülen in wenigen Schritten. Am Ende der App steht ein Überblick über Forschungsgruppen und Studien- sowie Ausbildungsmöglichkeiten in Deutschland. Studierende der Medizin, Pharmazie und Naturwissenschaften, Schüler, aber auch all jene, die sich für den Einsatz von Naturstoffen in Pharmazie, Lebensmitteln oder anderen Anwendungen interessieren, bekommen einen Einblick in ein faszinierendes Forschungsfeld, das uns unmittelbar berührt und dessen Grenzen noch lange nicht erreicht sind.

https://itunes.apple.com/de/app/naturstoff-forschung/id949970514?mt=8
https://play.google.com/store/apps/details?id=de.mediacologne.dechema.android

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Nachwuchswissenschaftler veranstalten innovative Summerschool

Vom 27.-29. September veranstaltete der Nachwuchs der Processnet-Fachgruppe Chemische Reaktionstechnik (NaWuReT) in Aachen eine Fortbildung der besonderen Art. Auf der nach kürzester Zeit ausgebuchten NaWuReT Summerschool „Methoden der Reaktionstechnik/Unerwartete Anwendungsgebiete“ konnten die teilnehmenden Doktoranden der Fachrichtungen Chemieingenieurwesen, Verfahrenstechnik und Technische Chemie ihre Qualifikation im Bereich der reaktionstechnischen Methoden schärfen. Der Fokus wurde dabei bewusst nicht auf klassische Anwendungen in der chemischen Industrie gelegt, sondern darauf, den Nutzen der reaktionstechnischen Kompetenzen bzw. Methoden für fachfremde Anwendungen zu erkennen.

Das junge Organisationsteam entwickelte dafür ein Konzept, das Impulsvorträge aus Industrie und Wissenschaft zum Einsatz reaktionstechnischer Methoden in unkonventionellen Anwendungen mit intensiver Teamarbeit vereint. Hierdurch konnte illustriert werden, dass Reaktionstechnik sowie die eingesetzten Methoden nicht nur für interdisziplinäre Aufgabenstellungen in der chemischen Industrie relevant sind, sondern auch für Alltagssituationen und aktuellen gesellschaftspolitische Themen. Die Beispiele reichten vom Kaffeekochen über den Klimawandel bis hin zur Prozessoptimierung in der Elektrochemie.

Prof. T. Turek (Technische Universität Clausthal): Ein Erfolg der NaWuReT-Summerschool war die gute Balance zwischen aktiver Einbindung der Teilnehmer und externen Impulsvorträgen. Die Doktoranden haben in Teams Aspekte der Reaktionstechnik bei verschiedenen Beispielen aus dem Alltag herausgearbeitet und konnten bei ihren Ausarbeitungen durch Humor und große Motivation überzeugen. Dabei entstanden überaus kreative Präsentationen, die von E-Zigaretten bis hin zur Paarbildung in Diskotheken reichten. Aus meiner Sicht war die Summerschool besonders wegen dieser Blicke über den Tellerrand des Fachgebiets hinaus für alle Teilnehmer ein Gewinn.“

In fünf Teams stellten sich die 30 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz der Herausforderung, die Methoden und den Wert der Reaktionstechnik anhand eines Beispiels aus dem Alltag anschaulich zu erklären. Diese Aufgabe wurde mit enormem kreativen Potential und Engagement gemeistert. Das beste Team gewann die Teilnahme am European Symposium on Chemical Reaction Engineering 2015 (ESCRE 2015) in Fürstenfeldbruck. Wer Interesse hat, inwieweit ein Discobesuch und die Pärchenbildung für Reaktionstechnik stehen, der kann das Gewinnerteam und ihr Poster zu ihrem Alltagsbeispiel auf der ESCRE 2015 besuchen.

 Dr. M. Nilles (BASF SE):“Der Weg zu einer nachhaltigen Chemie wird geprägt einerseits durch die Optimierung  chemischer Verfahren hinsichtlich ihrer Ressourcen- und Energieeffizienz und anderseits durch die interdisziplinäre Entwicklung von anspruchsvollen Materialien und Systemen, die z.B. die Nutzung von regenerierbaren Energieformen überhaupt erst ermöglicht. In diesem Zusammenspiel von Kompetenzen kommt der Reaktionstechnik eine besondere Bedeutung zu, da ihr Methodenarsenal alle diese Entwicklungen unterstützt und z.B. bei komplexen Systemen wie bei Batterien dem Materialentwickler hilfreiche Einblicke verschafft. Die Summerschool hat den Sprachschatz der Teilnehmer weiterentwickelt und damit einen wertvollen Beitrag geleistet dass die Reaktionstechnik in interdisziplinären Entwicklungsteams z.B. in Bereichen der  Feststoffphysik , Elektrochemie  oder Biologie ausreichend verstanden wird.

Die Umsetzung dieses neuen Summerschool-Konzeptes wurde durch die organisatorische Unterstützung von ProcessNet und die finanzielle Unterstützung des Center for Molecular Transformations der RWTH Aachen ermöglicht.

 

Vorträge

  • D. Hoormann (ThyssenKrupp Electrolysis GmbH)
  • M. Nilles( BASF SE)
  • A. Jess (Universität Bayreuth)
  • S. Palkovitz (RWTH Aachen)
  • T. Turek (Technische Universität Clausthal)

Organisationsteam:

  • B.J.M. Etzold (Friedrich-Alexander Universität Erlangen Nürnberg)
  • R. Güttel (Technische Universität Clausthal)
  • D. Ziegenbalg (Universität Stuttgart)

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Ein Plan könnte helfen, ehe man sich in dieses Labyrinth begibt...

Ein Plan könnte helfen, ehe man sich in dieses Labyrinth begibt…

In der täglichen Praxis haben viele von uns mit Projekten zu tun – und das gilt nicht nur für Forschungsprojekte oder Restrukturierungsprojekte. Auch andere Aufgaben haben bei näherem Hinsehen Projektcharakter.

Zur Erinnerung: Ein Projekt

  • ist ein einmaliges Vorhaben
  • mit einem definierten Ziel
  • und einem definierten Anfangs- und Endpunkt
  • sowie definierten Ressourcen (vor allem Finanzen und Personal).

Legt man das zu Grunde, lässt sich jede Veranstaltung als Projekt betrachten. Auch eine Bachelor-, Master- oder Diplomarbeit ist wie eine Dissertation ein Projekt. Selbst eine Klausur oder größere Prüfung kann man als Projekt betrachten.

Das heißt auch, dass man bewährte Instrumente einsetzen kann, um seine Ziele zu verwirklichen. Der erste Schritt ist die Zieldefinition: Was will ich erreichen (und ist das realistisch), welche Qualitätskriterien muss ich erfüllen, was liegt außerhalb meines Ziels (der letzte Punkt wird häufig vergessen mit dem Effekt, dass man viel Aufwand in Unwichtiges steckt)? Dann stellt man einen ersten Zeitplan auf: Welche Meilensteine müssen erreicht werden? Welche Aufgaben müssen in welchen Zeitabschnitt erledigt sein? Wo hat man eventuell Spielraum für zeitliche Puffer? Genauso sorgfältig muss man mit seinen Ressourcen umgehen. Wer übernimmt welche Aufgaben? Welche finanziellen Mittel werden wofür gebraucht?

Selbst bei vermeintlichen „Kleinigkeiten“ wie der Vorbereitung eines Vortrags kann es nützlich sein, diese Fragen durchzugehen. Wann muss die Präsentation eingeschickt werden? Wie viel Zeit benötigt man, um die Folien zu machen? Wie viel Zeit kann man mit Recherche verbringen, an welchem Zeitpunkt spätestens muss man einen Schnitt machen und anfangen, aus dem vorhandenen Material das Beste zu machen?

Das klingt vielleicht banal. Dennoch sind die Zahlen aus der Praxis ernüchtern: Je nach Studie scheitern 70 bis 85 % aller Projekte. Wohlgemerkt geht es dabei um Projekte, bei denen das Instrumentarium des Projektmanagements von geschulten Teams und Projektleitern eingesetzt wird. Doch selbst da mangelt es teils an der Organisation, teils an der Methodik, vor allem aber an der Kommunikation. Häufig sind die echten Hürden nicht die, die man im Vorfeld vermutet, sondern es bleiben Entscheidungen aus oder werden nicht klar kommuniziert, es mangelt an Akzeptanz oder vorhandene Interessen sind im Vorhinein gar nicht bekannt.

Deshalb lohnt es sich, sich erstens frühzeitig mit den Grundlagen des Projektmanagements vertraut zu machen und zweitens an kleineren Aufgaben zu „üben“.

Wer mehr erfahren will: Das DECHEMA-Forschungsinstitut und der DECHEMA e.V. bieten eine ganze Reihe von Weiterbildungskursen dazu an – mehr unter http://dechema-dfi.de/k_quer.html

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ImageDas gab es noch nie beim Schülerwettbewerb DECHEMAX: Erstmals gehen mehr als 3.000 Teams an den Start! Jeweils 3-5 Schülerinnen und Schülern der Klassen 7 bis 11 werden in den nächsten Monaten herausfinden, woher die Elemente des Periodensystems kommen, was die Natur mit ihnen anstellt und wie sie sich technisch nutzen lassen. Die Mannschaften, die mindestens sechs von acht Fragen richtig beantwortet haben, verwandeln dann den heimischen Küchentisch in ein Experimentallabor. Den Siegern winken Buchpreise, Zeitschriftenabonnements und vieles mehr. Die Gesamtsieger fahren im September 2014 zur Preisverleihung nach Aachen, wo sie ihre Urkunden und Geldpreise in Empfang nehmen dürfen.

http://www.dechemax.de

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