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Archive for the ‘Biotechnologie’ Category

Bericht vom 32. Treffen des VBU-Business-Netzwerks für Managerinnen in den Life Sciences

Wie wird aus Forschungsergebnissen eine Geschäftsidee und schließlich ein weltweit agierendes Unternehmen? „Personalisierte Medizin – vom Labor zum Global Player“ war der Titel des 32. Treffens der VBU-Managerinnen und die neue Firmenzentrale der MorphoSys ein hervorragend geeigneter Ort, um dieser Frage auf den Grund zu gehen.

sos-106826_1280Dass der Bedarf nach neuen Medikamenten nicht nur Krebs und HIV betrifft, sondern auch „Allerweltskrankheiten“, zeigte Dr. Hannelore Meyer von der TU München in ihrem Eröffnungsvortrag. Wenn die Vergabe von Antibiotika so weitergeht, ist weltweit  2050 mit 10 Millionen Todesfällen aufgrund von Antibiotika-Resistenzen zu rechnen. Höchste Zeit also, dass etwas passiert. Die Strategien ändern sich dabei: Während bisherige Antibiotika vor allem auf basale Prozesse in Bakterien abzielen und damit sehr unspezifisch wirken, greifen Pathoblocker spezifisch die Schnittstelle zwischen Pathogen und Wirt an. Das schont nicht nur das Mikrobiom des Patienten, sondern vermindert auch den Selektionsdruck. Weitere Strategien beinhalten den Einsatz von Antikörpern und Phagen, die vor allem in Kombination mit Antibiotika sehr gute Ergebnisse erzielen. Während diese Behandlungsmethoden hinsichtlich des Keims „personalisiert“ sind, wirkt die Stuhltransplantation personalisiert auf den Patienten; es gibt also auch in der Infektionstherapie Ansätze zur personalisierten Medizin. Besser als Heilen ist allerdings Vermeiden: Hygiene, weniger Antibiotikaeinsatz und vor allem keine Freisetzung von Antibiotika, Point-of-care-Diagnostik zur gezielten Therapie und eine Public-Private-Partnership für die Entwicklung neuer Therapien sind Schritte weg vom Horrorszenario einer Welt, die mit resistenten Keimen besiedelt ist. Und um eine weltweite Anstrengung geht es, denn, wie Hannelore Meyer betonte: Resistenzen reisen.

DJI_0263Anton Kraxner von MorphoSys stellte die Entwicklung der personalisierten Medizin vor, bei der Diagnose und Therapie Hand in Hand gehen, bis hin zum Einsatz von „Theranostik“. Anhand von spezifischen Biomarkern wird dabei prognostiziert, inwieweit eine Therapie bei einem bestimmten Patienten wirken sollte. Nicht nur die Entwicklung der entsprechenden Diagnostika und Therapeutika und vor allem deren Finanzierung stellen eine  neue Herausforderung dar, auch die Zeithorizonte führen zu neuen Fragestellungen. So gilt es beispielsweise, Transportartefakte zwischen Labor und Patient zu vermeiden. Außerdem werden Schwellenwerte, ab denen eine Wirksamkeit erwartet wird, je nach Hersteller und Medikament sehr unterschiedlich gesetzt. Und neben den hohen Kosten bleibt auch offen, wie mit dem zusätzlichen Risiko umgegangen werden soll, dass ein Biomarker falsch negativ bestimmt wird, die Behandlung aber doch gewirkt hätte.

Anke-Peggy Holtorf ging auf die Frage ein, wie man den Wert von personalisierter Medizin ermittelt. Wie bei Autos oder Sammlerstücken liegt der Wert im Auge des Betrachters. Von denen gibt es allerdings im Gesundheitssystem eine ganze Reihe – Patienten, Zulassungsbehörden, Industrie, Forscher, Krankenkassen und viele mehr betrachten die gleiche Therapie unter Umständen unter sehr unterschiedlichen Blickwinkeln. Essentiell für die Akzeptanz personalisierter Therapien ist unter anderem die Genauigkeit der Vorhersagen über die Wirksamkeit – die aber wiederum hängt nur zum Teil von genetischen Voraussetzungen ab. Für die Hersteller heißt das: Die möglichen Ergebnisse sollten frühzeitig in der Planung berücksichtigt und ein möglichst vollständiges Bild gezeichnet werden. Und man sollte die Landschaft beobachten und flexibel bleiben, damit man seine Strategie jederzeit anhand von Preis- und Kostenentwicklungen und der Wettbewerbsentwicklung optimieren kann.

Dr. Beate Diefenbach-Streiber stellte die Entwicklung von MorphoSys vom Start-up bis zur Internationalisierung vor und verschwieg dabei nicht, dass dieser Weg gelegentlich steinig war. Um so faszinierender war es, den Werdegang und das Wachstum des Unternehmens zu verfolgen. Viele Schritte wurden erst durch die gezielte Forschung und in der Folge die Erweiterung oder Anpassung des Portfolios möglich. Für jeden (potenziellen) Gründer war dieser Vortrag Lehrstunde und Ermutigung zugleich.

Und es blieb nicht beim reinen Vortragsprogramm: Im Laufe des Tages hatten die Teilnehmerinnen die Gelegenheit, bei einem ausführlichen und sehr kompetent geführten Rundgang die Arbeit der MorphoSys in Augenschein zu nehmen. Hochautomatisiert und gleichzeitig mit viel menschlicher Intelligenz werden in den Laboren die hauseigenen Bibliotheken nach Antikörpern für spezifische Fragestellungen durchforstet, die anschließend für den Einsatz optimiert werden. Auch die Expertinnen hatten angesichts der technischen Möglichkeiten und des Equipments Anlass zum Staunen.

Fazit 1: Die personalisierte Medizin bewegt sich derzeit in einem Spannungsfeld zwischen Möglichkeiten und Unsicherheiten, die nicht allein auf der medizinischen Seite liegen, sondern auch das regulatorische Umfeld und Fragen der Finanzierung betreffen. Es wird spannend sein, die weitere Entwicklung zu verfolgen und mitzugestalten.

Fazit 2: Aus hervorragenden wissenschaftlichen Ergebnissen lassen sich mit Ideen und Beharrlichkeit erfolgreiche Unternehmen entwickeln

Fazit 3: Die Mischung aus Vorträgen und Networking machen die Treffen der VBU-Managerinnen immer wieder zu einem besonderen und besonders lohnenden Erlebnis. Die nächste Möglichkeit, sich davon zu überzeugen, gibt es am 27. Oktober 2017 bei der DECHEMA in Frankfurt – den Termin sollte man sich also jetzt schon vormerken!

Mehr unter http://v-b-u.org/mn.html

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Achema_Gruenderpreis_positiv_BildschirmZum zweiten Mal sind unternehmungsfreudige Wissenschaftler, zukünftige Gründer und Inhaber von Start-Ups aufgerufen, sich um den ACHEMA-Gründerpreis zu bewerben. Ab sofort können Ideen, Konzepte und Businesspläne aus den Bereichen Chemie, Verfahrenstechnik und Biotechnologie eingereicht werden. Die Finalisten haben die einmalige Chance, sich im Rahmen der ACHEMA 2018 dem internationalen Fachpublikum zu präsentieren. Drei Gesamtsieger erhalten darüber hinaus je ein Preisgeld von 10.000 Euro. 

Alle weiteren Informationen auf www.achema.de/gruenderpreis.

Die chemische Industrie ist Innovationsmotor für zahlreiche andere Branchen. Innovationen in Chemie, Verfahrenstechnik und Biotechnologie können Technologien und Produkte auf breiter Ebene grundlegend verbessern. Doch die Zahl der Firmenneugründungen in diesen Bereichen ist niedrig. Gute Ideen und junge Unternehmer brauchen mehr Unterstützung beim Erschließen neuer Geschäftsfelder; dabei sind der Zugang zu erfahrenen Mentoren und die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, als mindestens ebenso wichtig anzusehen wie finanzielle Aspekte.

Deshalb schreiben die DECHEMA, die Business Angels FrankfurtRheinMain und der High-Tech Gründerfonds zur ACHEMA 2018 zum zweiten Mal den ACHEMA-Gründerpreis aus. Ideengeber und Unternehmensgründer können sich ab sofort darum bewerben. Abweichend von der ersten Vergabe 2015 besteht diesmal keine Einschränkung auf bestimmte Kategorien; zugelassen sind alle Themen, die auch auf der ACHEMA vertreten sind, vom Anlagenbau bis zur industriellen Biotechnologie.

Der Wettbewerb läuft über drei Phasen – bis 31.3.2017 können Ideen, bis 31.7.2017 Konzepte und bis 31.11.2017 Businesspläne vorgelegt werden. Besonders in den frühen Phasen haben die Bewerber von Beginn an die Möglichkeit, mit hochrangigen fachlich versierten Mentoren ihre Konzepte zu diskutieren und auf dieser Basis Unterstützung für die Ausarbeitung ihrer Businesspläne zu bekommen. Die Bewerber sowie nach dem 1.7.2015 gegründete oder in Gründung befindliche junge Start-Ups sollen schon in dieser frühen Phase Zugang zu potenziellen Investoren bekommen, um die Möglichkeiten einer Finanzierung zu besprechen. Unabhängig vom Zeitpunkt des Einstiegs in den Wettbewerb gehen alle Businesspläne, die bis zum 30. November 2017 vorliegen, ins Rennen um die Finalplätze.

Bis zu zehn aussichtsreiche Gründungen bzw. Gründungsideen erhalten die Möglichkeit, sich auf der ACHEMA 2018 im Rahmen eines Gründerpreisstandes sowie einer speziellen Pitchsession vorzustellen und Kontakte zu knüpfen. Drei Gesamtsieger erhalten darüber hinaus ein Preisgeld in Höhe von je 10.000 Euro.

Träger des ACHEMA-Gründerpreises sind die DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., die DECHEMA Ausstellungs-GmbH, die Business Angels FrankfurtRheinMain e.V. und der High-Tech Gründerfonds. Unterstützt wird der ACHEMA-Gründerpreis zudem von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI), dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) und der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) sowie dem Business Angels Netzwerk Deutschland, eXist und dem Wettbewerb GO-Bio.

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enzymes-bannerOk, it’s not magic but “hard science” – nonetheless, the performance of enzymes in some applications is really breathtaking, especially compared to “conventional” chemical synthesis routes. As research and development advance and ever more processes make it into industrial applications, some trends emerge that might lead the way for the development of the industry.

  • Combination is key

Even though enzymes are highly selective and can perform reactions that are hardly accessible to the synthetic chemist, there are also reactions where chemical catalysts are superior. Thus, the combination of chemical and enzymatic steps is the key to efficient synthetic pathways. Researchers are working on reaction cascades in one-pot systems with compartments where different steps are performed successively without cost-intensive intermediary purifications steps. To avoid solvent incompatibilities – enzymatic reactions usually require aqueous systems, organic chemical reactions are run in organic solvents – gel matrices have been successfully employed.

  • Unlock nature’s tool kit

While “engineered” enzymes may offer perfect properties, there remain applickey-1020000_640ations e.g. in the food industry calling for naturally-occuring enzymes. Fortunately, nature’s tool kit has an almost unlimited supply of different enzymes – turning the identification into the literal search in the haystack. Modern bioinformatics, a better understanding of metabolic pathways and genome mining methods allow for the screening of tens of thousands of genomes to find the right sequence and, hence, the most appropriate natural enzyme.

  • Design your own

Thanks to growing information on the structural biology of proteins, powerful bioinformatics and the integration of databases “tailor-made” enzymes have become more easily accessible. However, designing enzymes and enzymatic systems with desired properties, is still labour-intensive and time-consuming, especially with regard to structural analyses.

  • Leash your enzyme to unleash its potentialdog-1015660_640

Currently, cost is a major hurdle for the use of enzymes, especially if they cannot or only at high cost be recovered from the reaction. Immobilisation is the solution to this problem. A number of methods is available, ranging from the adsorption or covalent binding to mostly  textile carrier materials or covalent links between the enzyme molecules. Another principle is the encapsulation of enzymes in polymer networks or membranes. However, as the performance of an enzyme depends on its tertiary and quarternary structure, enzyme activity may be influenced negatively by the immobilisation. Other problems include steric factors hindering substrate access to the catalytic center. Thus, experts are still searching for more general immobilization procedures that reduce cost and allow for more or less “standardized” process designs.

  • Regard the bigger picture

Even the best enzymatic process is limited by poor reaction technology. Reactor designs that allow for tapping the full potential of the kinetics of enzymatic reactions are still being explored. The challenge lies not least in ensuring maximum mass transfer with minimum shearing of the enzyme-carriers. Thus,chemistry-1027781_640 the cooperation of biotechnologists, organic chemists and process engineers is crucial to ensure the most efficient – and consequently competitive process.

Do you want to know more? Join the PRAXISforum “Enzymes for Industrial Applications” on 8-9 November 2016 in Frankfurt

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15 Antragsteller von 11 Hochschulen können sich seit 1. Juli 2016 über ein Max-Buchner-Forschungsstipendium freuen. Die geförderten Themen reichen von der Synthese von Nano-und Mikropartikeln über „gedruckte“ Protein-Gele bis hin zur enantioselektiven Synthese entzündungshemmender Wirkstoffe. Die Stipendien in Höhe von 10.000 Euro pro Vorhaben kommen Nachwuchswissenschaftlern in Chemischer Technik, Verfahrenstechnik und Biotechnologie sowie angrenzenden Gebieten zugute und sollen vor allem interdisziplinäre Ansätze fördern. Auch explorierende Arbeiten zur Vorbereitung von Anträgen bei DFG und anderen Förderorganisationen können so unterstützt werden.

Die geförderten Arbeiten 2016/2017 sind:

  • Experimentelle Untersuchungen zum Eisenoxidationsweg bei dem neuartigen acidophilen eisenoxidierenden Bakterium „Ferrovum“ sp., TU Bergakademie Freiberg
  • Biosynthese der polychlorierten Biaryl-Naturstoffe Ambigol A und B, Technische Universität München
  • Wellplate NMR System (WELLMRS), Karlsruher Institut für Technologie
  • Akustische-Resonanz-Mischtechnik in der Submerskultivierung höherer Pilze, Universität Hohenheim
  • Kontinuierliche Synthese und Modifikation komplexer Nano- und Mikropartikel in einem 1000 Watt Ultraschall-Multiphasen-Cavitator im Durchfluss, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
  • Mechanisches Legieren zur Herstellung carbidischer MAX-Phasen und Optimierung ihrer magnetischen Eigenschaften durch Dotierung mit späteren Übergangsmetallen, Technische Universität Darmstadt
  • Neuartige Messtechnik für dreidimensionale Schaumströmung, TU Dresden
  • TAP Experimente bei Atmosphärendruck, Technische Universität Hamburg-Harburg
  • Selective synthesis of active Cu-oxo clusters in zeolites for methane activation at low temperatures, Technische Universität München
  • Synthese und Charakterisierung von Biuretderivaten zur Extraktion von Anionen, Technische Universität Dresden
  • Thermodynamische Stoffdatenmodellierung für die Simulation der Herstellung von Wertstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen, Technische Universität Kaiserslautern
  • Neue Liganden zur enantioselektiven Synthese von entzündungshemmenden Wirkstoffen, Universität Regensburg
  • Anwendung des Bonded-Particle-Models für die Modellierung der Packungen von nicht-sphärischen Partikeln,            Technische Universität Hamburg-Harburg
  • Getriggerte Gelbildung von Proteinen – vom 3D-Druck zur verfahrenstechnischen Anwendung, Universität Hohenheim
  • Auswirkung kurzer Fasern in anisotrop-gelierenden Geweberegenerationsmatrizen auf gerichtetes Nervenzellwachstum, DWI – Leibniz Institute for Interactive Materials

Die gemeinnützige Max-Buchner-Forschungsstiftung wurde 1936 ins Leben gerufen und begründet die aktive Forschungsförderung der DECHEMA, von der sie ehrenamtlich verwaltet wird. Die Stiftung wird durch Spenden insbesondere der ACHEMA-Aussteller und Besucher finanziert. Seit ihrem Bestehen konnte die Max-Buchner-Forschungsstiftung 3750 Jahresstipendien für Forschungsarbeiten junger Wissenschaftler vergeben. Die Ergebnisse der geförderten Arbeiten stehen der Allgemeinheit zur Verfügung.

Anträge für die Förderperiode 2017/2018 können bis zum 15. September 2016 eingereicht werden: Antragseinreichung für die Förderperiode 2017/2018

 

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Nicht gleichmäßig gepackt

Chromatographie bleibt bei unseren „Projekten des Monats“ ein Dauerbrenner – kein Wunder, denn wenige Verfahren sind so vielseitig einsetzbar. Besonders für makromolekluare Bioprodukte – beispielsweise Proteine für den Einsatz in der Pharmazie – sind präparative Chromatographieverfahren das Mittel der Wahl; sie lassen sich genau auf die wertvollen Produkte anpassen und sind sehr schonend. Doch vor der chromatographischen Trennung kommt das Packen der Säule – das Einfüllen der stationären Phase. Das muss möglichst gleichmäßig geschehen, ohne Hohlräume oder Luftblasen. Allerdings mangelt es an robusten Packmethoden, und oft zeigen sie während des Betriebs eine unzureichende Stabilität. Das liegt daran, dass hydrodynamische Vorgänge während des Packens und des Langzeitbetriebs nicht berücksichtigt werden. In einem Vorhaben der industriellen Gemeinschaftsforschung wollen Wissenschaftler der TUM deshalb verbesserte Packmethoden entwickeln, damit die eingesetzten Medien über lange Zeiträume stabil bleiben. Während des Packvorgangs und des Dauerbetriebs soll dafür Ultraschall eingesetzt werden. Frequenzmodulierte, nicht-kavitierende, überlagerte Ultraschallwellen führen zu einer oszillierenden Bewegung der Chromatographiepartikel, wodurch interpartikuläre Hohlräume minimiert werden – die Teilchen werden quasi „zurechtgeruckelt“, bis sie gleichmäßig und nahezu lückenlos gepackt sind. Durch das homogenere Chromatographiebett erhöht sich unter anderem die Standzeit, also die Dauer, für die die Säule genutzt werden kann.

Chromatographieanlagen werden häufig von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) betrieben, die Auftragshersteller für die Pharma- und Chemieindustrie sind. Verbesserte Chromatographieverfahren haben für diese KMU eine hohe wirtschaftliche Bedeutung, da durch die Implementierung von neuen Konzepten deutliche Kosteneinsparungen zu erwarten sind. Hierdurch kann ein signifikanter Wettbewerbsvorteil entstehen.

Mehr zum Projekt Verbesserung der Packmethodik und der Betriebsstabilität von Chromatographieverfahren für die präparative Aufreinigung von makromolekularen Bioprodukten (18146 N)

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Autoren: Jochen Schmid & Falk Harnisch

Am 25.05.2016 traf sich das Zukunftsforum der DECHEMA am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ in Leipzig. Das Treffen in Leipzig war das erste, welches in rotierender Form an den Wirkungsstätten der jeweiligen Mitglieder stattfand. Ziel der Rotation ist es, vielfältigere Einblicke in die Arbeitswelten zu erhalten und eine bessere Vernetzung der Mitglieder zu erreichen. Das Zukunftsforum besteht aus Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern unterschiedlicher Fachgebiete, welche das ganze thematische Spektrum der Biotechnologie abbilden und insbesondere die Belange des wissenschaftlichen Nachwuchses vertreten.

Zukunftsforum 2016

Die Mitglieder des Zukunftsforums von oben nach unten und links nach rechts: Bruno Bühler, Florian Centler, Stefan Junne, Bastian Blombach, Jan Marienhagen, Selina Kara, Stephan Noack, Mario Jekle, Thomas Haarmann, Uwe Jandt, Nils Tippkötter, Jochen Schmid (Sprecher), Kathrin Castiglione, Dirk Tischler, Falk Harnisch (Sprecher)

Es positioniert sich dabei zu aktuellen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen biotechnologischen Fragestellungen. Das Zukunftsforum ist auch Initiator und Veranstalter der Summer School „Quantitative Biology“, wirkt mit Positionspapieren („40 Jahre Biotechnologie„) in die Gesellschaft und gestaltet  auf der diesjährigen 32. DECHEMA-Jahrestagung der Biotechnologen eine Vortragsreihe und Podiumsdiskussion zum Thema „Die Zukunft der Biotechnologie“. Als neue Mitglieder konnten in Leipzig nach geheimer Wahl Dr. Selin Kara (Hamburg), Dr. Dirk Tischler (Freiberg), Dr. Uwe Jandt (Hamburg), Dr. Nils Tippkötter (Kaiserslautern) und Dr. Florian Centler (Leipzig) begrüßt werden. Zum neuen Sprecher wurde Dr. Falk Harnisch (Leipzig) gewählt, der den langjährigen Vorsitzenden Prof. Dr. Kai Muffler ablöst. Zusammen mit Dr. Jochen Schmid (München) koordiniert er die Arbeit des Zukunftsforums und vertritt es innerhalb der DECHEMA und darüber hinaus.

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Summer School: Quantitative Biology: Current concepts and tools for strain development. Straubing, 18.-22.07.2016

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Im Sommer statt ins Freibad in den Seminarraum? Für die Teilnehmer der Summer School Quantitative Biology hoffentlich keine schwere Entscheidung. Bereits zum 8. Mal haben junge Wissenschaftler aus verschiedenen Institutionen ein Programm zusammengestellt, das jungen Ingenieuren, Biologen und Biotechnologen eine einmalige Chance zum fachübergreifenden und praxisnahen Lernen bieten soll. „Wer in der Biotechnologie unterwegs ist, muss interdisziplinär arbeiten – das erfährt man bei der Summer School unmittelbar“, sagt Dr. Jochen Schmid von der TU München, der die Summer School in diesem Jahr leitet. Während der Summer School lernen die Teilnehmer neben den theoretischen Grundlagen der quantitativen Biologie den praktischen Umgang mit unterschiedlichen Anwendungsprogrammen. Um Versuchsergebnisse und große Datenmengen auszuwerten oder biologische Systeme zu modellieren, brauchen Biotechnologen statistisches Grundwissen. Umgekehrt kann ein Ingenieur einen industriellen Prozess nur dann optimieren, wenn er ein Grundverständnis für biologische Prozesse mitbringt. Dabei geht es nicht um graue Theorie: Das amerikanische Unternehmen Amyris zum Beispiel entwirft neue Stämme und Stoffwechselwege am Computer und stellt sie dann automatisiert her.

Und nach der Summer School? „Das, was man hier lernt, kann man immer wieder einsetzen und in die eigene Arbeit einfließen lassen“, sagt Jochen Schmid. „Die Teilnehmer können sogar ihre eigenen Daten mitbringen und im Rahmen der Summer School bearbeiten.“

Wie nachhaltig die Summer School wirkt, das zeigt sich auch daran, dass viele Referenten nach wie vor aus den Reihen des Zukunftsforums der DECHEMA-Fachgemeinschaft Biotechnologie stammen oder zumindest ehemalige Mitglieder sind. Dieser Kreis von Nachwuchswissenschaftlern arbeitet regelmäßig fachübergreifend zusammen und hat die Summer School 2008 ins Leben gerufen. „Wir haben selbst erlebt, wie wichtig es ist, die verschiedenen Disziplinen zu vernetzen. Das möchten wir jetzt weitergeben“, sagt Jochen Schmid.

Und das Freibad? Der Veranstaltungsort Straubing bietet genügend Natur im direkten Umfeld, um auch den Sommer ein wenig zu genießen. Gemeinsame Abende im Biergarten und ein Ausflug zur Thermo Fischer Geneart GmbH in Regensburg versprechen zudem Abwechslung. „Und die vermittelten Inhalte sollten in jedem Fall nachhaltiger sein als ein Sonnenbrand“, verspricht Jochen Schmid.

Kurzentschlossene können sich noch bis 20.06.2016 anmelden – bitte hier klicken: http://dechema-dfi.de/QBio.html. Die freien Restplätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.

 

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